Ralph Hanus hatte 2015 die Geschäftsführung der Gabor Footwear GmbH für drei Jahre übernommen. Er war von der Verbundgruppe Sabu in Heilbronn nach Rosenheim gewechselt. Die Personalie fand seinerzeit erhebliche Aufmerksamkeit in der Branche. Gegenüber schuhkurier erklärte der Schuhexperte damals die Hintergründe seines Wechsels nach Rosenheim.
Hanus’ Vertrag war bis 2018 befristet – dem Vernehmen nach bis Ende August. Die Entscheidung, das Unternehmen zum jetzigen Zeitpunkt zu verlassen, sei in bestem gegenseitigem Einvernehmen getroffen worden, heißt es aus Rosenheim.
Gemeinsam mit Ralph Hanus verlässt Michael Weyergans das Unternehmen. Er gehörte der Gabor Footwear GmbH seit 2001 an und war zunächst als Hauptabteilungsleiter für Planung und Entwicklung der Camel Active Footwear Kollektion verantwortlich. Seit 2010 war Weyergans außerdem Mitglied der Geschäftsleitung.
Nachfolger noch nicht bekannt gegeben
Wer die Aufgaben von Ralph Hanus und Michael Weyergans übernimmt, wurde zunächst nicht bekannt gegeben. Neben Ralph Hanus ist Martin Hofmann, bei Gabor Vorstand Finanzen und Verwaltung, Geschäftsführer der Gabor Footwear GmbH.
Der Umsatz der Marke Camel Active war zuletzt leicht rückläufig. Während im Jahr 2016 38 Mio. Euro erreicht wurden, waren es 2017 nur 36 Mio. Euro. Der Gesamtumsatz der Gabor Shoes AG betrug 2017 383 Mio. Euro inklusive Lizenzen, Gabor Shop & Store GmbH und Gabor Footwar GmbH.
Der Umsatz betrug in 2017 383 Mio. Euro (incl. Lizenzen, Gabor Shop & Store GmbH und Gabor Footwear GmbH). 2016 hatte Gabor eine Umsatzsteigerung um 1% auf 396 Mio. Euro bei 9,1 Mio. Paar Schuhen erreicht. Bereits im Interview mit dem schuhkurier zu Beginn des Jahres 2018 hatte der Vorstandsvorsitzende Achim Gabor ein knappes Erreichen der Vorjahresergebnisse in Aussicht gestellt. Die Kernmarke Gabor erwirtschaftete in 2017 337 Mio. Euro Umsatz bei einer Absatzmenge von gut 8 Mio. Paar (Vorjahr: 347 Mio. Euro, 8,3 Mio. Paar). Der Exportanteil (Umsatz) blieb in 2017 in etwa konstant bei 51%. Mit der Marke Camel Active wurden 36 Mio. Euro Umsatz erzielt (Vorjahr: 38 Mio.), 10,6 Mio. Euro steuerten die Lizenzen bei (Vorjahr: 11 Mio.).
„Die letzten zwei Jahre waren für Camel Active wirklich schwer“
Die Lizenzmarke Camel Active gehört zu den Herausforderungen der Gabor Shoes AG. Im Interview mit schuhkurier Anfang des Jahres 2018 hatte Achim Gabor, Vorstandsvorsitzender des Rosenheimer Unternehmens, das Potenzial der Marke betont; man sei aber „gebeutelt durch das schwere Geschäft mit Herrenschuhen.“ Man habe, so Gabor weiter, „nach wie vor große Lust auf Camel Active und würden die Lizenz gern fortsetzen.“ Die letzten zwei Jahre seien für Camel Active „wirklich schwer” gewesen, „nicht zuletzt auch aufgrund personeller Veränderungen.“ Man habe jedoch stark in die Produkt- und Kollektionsentwicklung investiert und sei mit den Ergebnissen zufrieden, so Achim Gabor.
Personalveränderungen seit Sommer 2017
Erst im Sommer 2017 hatte es Personalveränderungen auf der Führungsebene der Gabor Footwear gegeben. So hatte Michael Kleine, langjähriger Vertriebsleiter für die Marke, das Unternehmen verlassen. Kleine war seit 2001 bei der Gabor Footwear GmbH tätig gewesen. Seine Nachfolge trat der bis dahin Marketingverantwortliche Marc Martin an.
Michael Kleine, langjähriger Vertriebsleiter für Camel Active Footwear, hat die Gabor Footwear GmbH verlassen. Ein Nachfolger steht bereits fest. Seit der Übernahme der Lizenz von Camel Active durch Gabor Footwear im Jahr 2001 war Michael Kleine in dem Unternehmen tätig. „Michael Kleine ist profunder Kenner des Schuhhandels. Er hat in den vergangenen Jahren viel zur Entwicklung der Marke Camel Active Footwear beigetragen“, erklärte Geschäftsführer Ralph Hanus.
Ab sofort wird Marc Martin neben seinen Aufgaben im Marketing- und Retailmanagement die Gesamtvertriebsleitung übernehmen. „Martin ist der ideale Kandidat. Er wird mit seinen hervorragenden Kenntnissen, die er in den letzten zehn Jahren bei Camel Active Footwear sammelte, dem Vertrieb viele frische Impulse geben“, ist Ralph Hanus überzeugt.