„Die Wählerinnen und Wähler haben gesprochen. Jetzt muss es darum gehen, möglichst schnell zu einer entscheidungsfähigen neuen Bundesregierung zu kommen“, sagt HDE-Präsident Alexander von Preen. Jetzt sei nicht die Zeit für taktische Spielchen, sondern höchste Zeit zum Handeln. „Die Koalitionsgespräche dürfen sich nicht monatelang hinziehen. Die Lage für die Wirtschaft und den Einzelhandel ist vielerorts herausfordernd. Es braucht jetzt rasches und entschlossenes Handeln, damit wieder Planungssicherheit und Zuversicht einkehren. Dem Einzelhandel sind dabei insbesondere günstigere Energiepreise, ein fairer Wettbewerb mit Temu & Co sowie ein deutlicher Bürokratieabbau wichtig.“
Konkret setze sich der Handelsverband Deutschland für mehr unternehmerische Freiheit und eine „Deregulierungsoffensive“ ein. Gleichzeitig fordere der HDE einen „innovatonsfreundlichen Rechtsrahmen für künstliche Intelligenz und Digitalisierung.“ Auch für verlässliche Sonntagsöffnungen, Sonderabschreibungen für Innenstadtinvestitionen und eine Gewerbesteuerreform mache sich der Verband stark.
„Jetzt muss auch die Politik beweisen, dass sie verstanden hat, dass es nun um das große Ganze geht“, so von Preen weiter. „Es stehen große Entscheidungen an, das Klein-Klein mit immer mehr Regelungen und Bürokratie muss der Vergangenheit angehören.“ Darüber hinaus äußerte sich der Präsident des Handelsverbandes alarmiert über das Ergebnis der AfD: „Dass eine Partei, die ganz offen die Axt an Weltoffenheit und internationalen Austausch legt, zweitstärkste Partei werden kann, das halte ich für brandgefährlich. Der Einzelhandel braucht mehr internationale Kooperation, nicht weniger. Alles andere gefährdet die Branche in ihren Grundfesten.“