Zur ILM Winter Styles brachte Junkert nur Zuversicht mit. Zumindest für die nächsten drei Monate gehen seine Mitgliedsunternehmen von einer anhaltend günstigen Entwicklung aus. Sie stützen sich dabei auf die offensichtlich positive Stimmung der deutschen Verbraucher.
Aber auch bei einigen der von der Euro-Krise besonders betroffenen südeuropäischen Märkte sieht Junkert Chancen für eine langsame Verbesserung: “Vor diesem Hintergrund gehen wir mit Zuversicht in den weiteren Verlauf des Jahres 2013.” Erwartet werde ein leichtes Umsatzplus.
In der Exportentwicklung des vergangenen Jahres ermittelte der Verband ein stabiles Wachstum. Dabei war Österreich der Hauptabnehmer von Lederwaren und Reisegepäck aus deutscher Herstellung, gefolgt von Frankreich und der Schweiz. Als viertgrößten Abnehmer nannte Junkert den polnischen Markt, während Italien hinter Großbritannien auf den sechsten Platz abgerutscht ist. Nicht überraschen kann, dass die stärksten Exportrückgänge bei Ländern wahrzunehmen sind, die besonders hart unter der Eurokrise leiden. Andererseits fällt auf, dass der Export in die Ukraine weiter angestiegen ist. Zwar kaufen auch Südafrika, die USA, China und die Emirate Lederwaren aus Deutschland, aber 80 Prozent des gesamten Lederwaren-Exports bleiben in Europa, Russland eingeschlossen.
Bei den Importen waren auch 2012 wieder die Chinesen Nummer 1. Aus China kommt die Hälfte aller Lederwaren- und Gepäck-Einfuhren. Erst mit Abstand folgen Italien, Indien und Frankreich.Nach Einschätzung des Bundesverbandes beschäftigt die deutsche Lederwarenindustrie etwa 4.000 Personen in mehr als 100 Betrieben. Im Verband organisiert sind jedoch lediglich Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten.