Im Inland legte die Industrie leicht um 1,8% auf 379,3 Mio. Euro zu. Aus Sicht von Junkert "vielleicht etwas überraschend": Der Auslandsumsatz kletterte um 11,4 Prozent auf 150,4 Mio. Euro. Gleichwohl ging die Beschäftigtenzahl im Jahr 2015 um rund 2 bis 3% zurück.
Der Export sei "sehr gut gelaufen". Aus Deutschland wurden Produkte im Wert von knapp 1,6 Mrd. Euro exportiert (+8,9%). Dabei zeigten die Werte in allen EU-Ländern nach oben, insgesamt um 7%. Starke Rückgänge (-26,5%) verzeichnete der Export nach Russland. Er beläuft sich auf nur noch 26,1 Mio. Euro. China dagegen liege inzwischen auf dem zwölften Platz der Abnehmerländer.
Die Preise für Lederwaren sind 2015 "moderat" um 2% gestiegen. Neben steigenden Preisen für Rohleder (+3,4%) seien dafür die höheren Transportkosten sowie ein schwacher Euro verantwortlich, führte Junkert aus.
Der Ausblick auf das erste Halbjahr 2016 falle "verhalten positiv" aus. Einer Verbandsumfrage zufolge rechne der überwiegende Teil der Unternehmen mit einem gleichbleibenden oder besseren Umsatz.