„Billig verkaufen ist was für Weicheier“, stellte Burchardt in den Raum, die wahre Herausforderung sei es, hochwertige Produkte an den Kunden zu bringen. ‚The age of cheap‘ sei vorbei, immer mehr Menschen wollen Produkte, die werthaltig sind und auf faire und ökologische Weise hergestellt sind. Zunächst müsste der Wert vor dem Preis stehen und die Regionalität vor der Effizienz. Nicht ohne Grund stürmten die Menschen Bauernmärkte, so Burchardt, nicht etwa weil es dort günstiger oder bewiesenermaßen qualitativ hochwertiger sei, sondern weil dort das Produkt ”erlebbar und echt“ sei.
Bei einem erfolgreichen Unternehmen gelte darüber hinaus das Prinzip „Stakeholder vor den Shareholdern“, d.h. Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten sollten an erster Stelle stehen. Mit dem Prinzip ”Stolz vor Anpassung“ wies Burchardt in seinem Vortrag darauf hin, „stolz ist sexy“. Ein Unternehmen soll genau wissen, wofür es stehe und solle sich mit vermeintlichen Konkurrenten wie den Internet-Riesen Amazon oder Google gar nicht erst beschäftigen und sich stattdessen auf seine eigenen Stärken berufen. Darüber hinaus sollten Unternehmer ”Mut vor Marktforschung“ stellen – Kunden wüssten oftmals nicht. dass sie ein bestimmtes Produkt bräuchten, bis es ihnen präsentiert wird. Man müsse „Nutzen stiften statt Kasse machen“, so Burchardt. Sich den eigenen Nutzen und seine Existenzberechtigung klar zu machen, sei der erste Schritt zum USP. Schließlich schaffe rentable Nachhaltigkeit eine nachhaltige Rentabilität – man soll seine Ressourcen schonen und nicht „das Saatgut aufessen“. Erst durch einen stabilen Zustand sei ein Unternehmen für die Zukunft aufgestellt und bei einem erfolgreichen Unternehmen sein Gewinn letztlich „nur ein Abfallprodukt“.