“Fachhändler sollten ein würdiges, verlässliches Angebot zu einen angemessenen, würdigen Preis/Leistungsverhältnis bereithalten”, sagte Rieker angesichts des Tagesthemas “Der Wert des Schuhs und der Tasche”. Die Voraussetzungen dafür seien so gut wie nie zuvor, immer mehr Menschen entwickelten ein ausgeprägtes Bewusstsein für Produkte. “Nun geht es es darum, Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Interessen zu verbinden”, sagte Rieker eindringlich, “das Motto der Zukunft sollte daher lauten: wertvoll ist besser.”
Nach dem Grußwort von David Langer, Staatssekretär im Ministerium für Soziales und Arbeit Rheinland-Pfalz, eröffnete Björn Dahmen von der Bonner Unternehmensberatung Simon-Kucher & Partners die Vortragsreihe des Symposiums. Unter dem Titel “Preisheiten – Alles, was Sie über Preise wissen müssen” erklärte der Experte, warum der Preis der größte Gewinntreiber ist. “Kunden kaufen keine Produkte, sie kaufen den Nutzen. Nur wenn der Nutzen größer oder gleich wie der Preis ist, kauft der Kunde das Produkt.” Bei der Preiskalkulation würde allerdings viel zu selten die Kundensicht mit einbezogen; oftmals seien Endverbraucher bereit, mehr für ein Produkt zu zahlen. Die klassische Aufschlagskalkulation werde zu häufig genutzt, weil sie die einfachste Methode sei. Wichtig sei bei der Preisberechnung aber, die einzelnen Artikeleigenschaften zu kennen und herauszustellen, die den Kundennutzen beeinflussen. Die Zahlungsbereitschaft des Kunden müsse optimal abgeschöpft werden. Dahmen führte aus, welche Fehler bei der Preissetzung häufig begangen werden und wie Unternehmen von einer besseren Preisgestaltung profitieren können.