Von Januar bis April legten die Umsätze der Schuhhersteller nach Angaben des HDS/L auf 994 Mio. Euro zu. Das Plus im Inland lag bei 8,5%, die Auslandsumsätze stiegen um 2,8%. Laut Ralph Rieker, Vorsitzender des HDS/L, werde dieser Zuwachs von einigen wenigen Herstellern und vom Hype im Sneaker- und Sportschuhbereich getragen. Auch die Hersteller von Sicherheitsschuhen entwickelten sich überaus positiv. Insgesamt sei die Lage in der Industrie durchaus heterogen. Zudem führte die Aufnahme eines zusätzlichen Betriebs in die Statistik führt zu leichten Überzeichnungen der Zuwächse bei Umsatz und Beschäftigung.
Sneaker-Importe steigen stark an
Die Exporte der deutschen Schuhhersteller legten zwischen Januar und April um 3,6% auf 97,8 Mio. Paar zu. Dagegen gingen die Importe um 5,1% auf 254,3 Mio. Paar zurück. Eine Ausnahme bildete die Sportschuhe: Im Zuge des Sneakertrends wurden in den ersten vier Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 28,3% gestiegen sind. Das entspricht einer Steigerung um 17,5 Mio. Paar. Sportschuhe machen inzwischen rund 12% der gesamten Schuhimporte aus.
Ausblick: Vorsichtiger Optimismus
Der Start in das Jahr 2016 lässt laut Ralph Rieker einen vorsichtigen Optimismus für den gesamten Jahresverlauf zu. Der gute Arbeitsmarkt und die niedrigen Zinsen sorgten für eine gute Konsumlaune. Allerdings gebe es weiterhin viele Herausforderungen, von der schwierigen Situation in Russland über die aktuell noch nicht abzuschätzenden Folgen des Brexit-Votums. Negative Auswirkungen des europaweiten Terrors erwartet Rieker dagegen aktuell nicht.
Umsatz steigt 2015 stärker als erwartet
Laut den vom statistischen Bundesamt mittlerweile revidierten Zahlen für 2015 führten zu einem deutlich höheren Umsatzplus im vergangenen Jahr. Statt der ursprünglich verkündeten 1,6% schloss die Industrie das Jahr mit einem Plus von 3,4% ab. Die Umsätze beliefen sich somit auf 2,620 Mrd. Euro.