Begründet wird der Schritt damit, dass die betroffenen Filialen nicht ertragsbringend zu betreiben seien.
Von den Schließungen sind laut APA rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen. Gemeinsam mit Betriebsrat und Gewerkschaft sei ein Sozialplan ausgearbeitet worden. Die Schließungen sollen schrittweise erfolgen, unter Einhaltung der jeweiligen Kündigungsfristen der Mietverträge.
Bereits geschlossen wurden demnach die Standorte Salzburg SAM Outlet und Baden. Im weiteren Jahresverlauf sollen die Filialen Q19 in Wien, Bischofshofen, Salzburg Forum, Hallein, Reutte, Kitzbühel, Lienz, Feldkirchen, Deutschlandsberg, Leoben, Liezen, Perg, Steyr, Wels und Linz Lentia folgen.
Hervis war Anfang des Jahres vom Handelskonzern Spar an die deutschen Investoren Sven Voth und Udo Schloemer verkauft worden. Voth ist Gründer des Streetwear- und Sneakerhändlers Snipes, Schloemer gründete den Bürocampus Factory Berlin. Neuer Eigentümer ist die Quantum Investment Holding GmbH mit Sitz in Wien, an der beide laut APA jeweils 50 % halten.
Mit der Restrukturierung soll Hervis nach Unternehmensangaben auf künftige Markt- und Kundenanforderungen ausgerichtet werden. Zuvor hatte Hervis bereits sein Auslandsgeschäft in Deutschland, Kroatien und Slowenien verkauft und den Fokus auf den österreichischen Markt gelegt.