Die Panthax GmbH, Betreiberin der österreichischen Discounter-Kette Higgins, hat wenige Tage vor Weihnachten Insolvenz angemeldet. Damit endet ein ambitioniertes Handelskonzept, das auf aggressive Preisstrategien, Multikanal-Vertrieb und ein Sortiment aus Eigenmarken und bekannten Labels wie Puma und Crocs setzte. Die Homepage ist offline, alle zehn Filialen in Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark sind geschlossen. Eine Sanierung ist nicht vorgesehen – der Marktaustritt scheint endgültig.
Gegründet wurde Panthax erst im Januar 2025. Hinter dem Vorstoß stand Snipes-Gründer Sven Voth, der 2024 aus dem Sneaker-Filialisten ausgeschieden war. Mit dem Slogan „Wer mehr zahlt ist dümmer … immer!“ zielte Higgins auf eine preisbewusste Kundschaft. Der Produktmix reichte von preisgünstiger Mode bis zu namhaften Markenartikeln. Doch das Konzept ging nicht auf: Die Umsätze blieben bereits im schulstart- und weihnachtsstarken Herbstgeschäft deutlich hinter den Erwartungen zurück. Gleichzeitig schnellten die Kosten durch aufwendige und teils überdimensionierte Filialausbauten in die Höhe.
Laut Insolvenzantrag bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von rund 1,5 Mio. Euro. Etwa 220 Gläubiger und 56 Beschäftigte sind betroffen. Die Löhne wurden bis einschließlich November 2025 gezahlt, danach war die Liquidität erschöpft. Da kein Sanierungsverfahren beantragt wurde, ist eine Fortführung ausgeschlossen.