Bloomberg verweist auf die UN Wirtschaftskommission für Europa, laut derer die Modebranche und im speziellen der Fast Fashion Sektor verantwortlich für etwa 10% der Treibhausgas-Emissionen sind. Zudem verbrauche der Modesektor mehr Energie als der Flug- und Schiffsverkehr weltweit zusammen.
Persson erklärt dazu gegenüber Bloomberg, die Klimaproblematik sei „unglaublich wichtig. Es ist eine gigantische Bedrohung und wir alle, Politiker, Unternehmen, Individuen müssen das ernst nehmen. Zugleich aber ist die Eindämmung von Armut ein mindestens ebenso wichtiges Ziel.“
Der H&M-CEO weiter: „Wir müssen den Umwelteinfluss minimieren. Aber zugleich müssen wir auch weiterhin Arbeitsplätze und eine bessere Gesundheitsversorgung schaffen – Dinge, die mit wirtschaftlichem Wachstum einhergehen.“
Nach Schätzungen von H&M entsteht der größte Umwelteinfluss von Kleidung während des Herstellungsprozesses. Bis 2040 will das schwedische Unternehmen nicht nur klimaneutral, sondern klimapositiv agieren – also mehr Treibhausgase reduzieren als seine Wertschöpfungskette produziert. Das Unternehmen gibt an, einer der weltweit größten Nutzer von organischer und recycelter Baumwolle zu sein. Man arbeite an alternativen Materialien und Methoden zum Recycling von Materialien. Zudem arbeite mit Regierungen zusammen, um Solaranlagen und andere Lösungen für erneuerbare Energien in Produktionsstätten zu installieren.
Das Interview von Bloomberg lesen Sie hier.
Laut Persson sind Dinge wie „Umweltinnovationen, erneuerbare Energien und verbesserte Materialien“ bessere Möglichkeiten, den Klimawandel zu bremsen, als der Verzicht auf Konsum. Man solle weiterhin auf das Thema Umweltschutz fokussieren, aber eine offene Diskussion über mögliche Lösungen führen, so der Unternehmer.