Dennoch bleibt der Verbraucherpreisindex mit +6,1% im Vergleich zum Vorjahresmonat auf einem hohen Wert, heißt es von der Präsidentin des Statistischen Bundesamts (Destatis), Ruth Brand. Stärkster Preistreiber seien dabei die Nahrungsmittel, erklärt Brand. Hier lag die Inflationsrate bei +14,9% gegenüber Mai 2022. Der Preisauftrieb in der Energie schwächte sich dagegen etwas ab und lag bei +2,6%. Im April lag die Teuerung noch bei +6,8%. Die Preise für Bekleidung und Schuhe stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat um +4,7% an, im Vergleich zum Vormonat um +0,2%.
Ohne Berücksichtigung von Energie und Nahrungsmitteln lag die Inflationsrate insgesamt bei +5,4%. Schließt man nur die Energiepreise aus, stieg der Index um +6,5%. Dies macht deutlich, so Destatis, wie stark die Nahrungsmittelpreise die Gesamtteuerung prägen. Die Preise für Waren und Verbrauchsgüter erhöhten sich jeweils um +7,7% bzw. +9,1%. Auch hier werden die Nahrungsmittelpreise mit einberechnet. Gebrauchsgüter wiesen dagegen einen Verbraucherpreisindex von +5,3% auf.
Leicht rückläufig ist währenddessen die Entwicklung der Dienstleistungspreise. Hier entwickelte sich der Index von +4,7% im April 2023 auf +4,5% im Mai 2023 zurück. Destatis sieht hier die größten Dämpfer bei den Nettokaltmieten (+1,9%) sowie beim Deutschlandticket. Letztere sorgte vor allem für eine deutliche Abschwächung der Teuerung des Nahverkehrs, von +6,1% im April 2023 auf +0,6%.