Im Juni und Juli betrug die Inflationsrate noch jeweils 2,0 %. Gegenüber dem Vormonat erhöhten sich die Verbraucherpreise um 0,1 %. Damit setzt sich der moderate Preisauftrieb fort, der vor allem den Einzelhandel betrifft.
Ein zentraler Faktor für die Entwicklung bleibt die Preisschwäche bei Energieprodukten. Diese waren im August 2,4 % günstiger als im Vorjahr – der Rückgang fiel jedoch schwächer aus als im Juli (-3,4 %). Niedrigere Preise für Heizöl, Brennstoffe, Strom und Fernwärme wirkten weiterhin dämpfend auf die Gesamtteuerung.
Waren insgesamt verteuerten sich um 1,3 %, was auf leicht steigende Kosten im Einzelhandel hinweist. Besonders Gebrauchsgüter (+0,9 %) und Verbrauchsgüter (+1,5 %) wurden teurer, während bei einzelnen Produktgruppen wie Unterhaltungselektronik (-2,8 %) und IT-Geräten (-2,4 %) Preisrückgänge verzeichnet wurden.
Dynamischer entwickelten sich die Dienstleistungspreise mit einem Plus von 3,1 % zum Vorjahr. Höhere Kosten bei Verkehr, Versicherungen und Gesundheitsdienstleistungen trugen hierzu bei. Auch die Nettokaltmieten stiegen weiter um 2,0 %.
Diese Zahlen deuten auf eine breite, wenn auch moderate Preissteigerung hin, während der preisdämpfende Effekt der Energiepreise weiter an Bedeutung verliert.