Die Inflationsrate in Deutschland lag im Januar 2026 bei +2,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Damit hat sich die Teuerung zum Jahresbeginn verstärkt, nachdem sie im Dezember 2025 noch bei +1,8 % gelegen hatte. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Verbraucherpreise um 0,1 %. „Die Teuerung der Verbraucherpreise insgesamt hat sich zum Jahresanfang verstärkt“, sagt Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes (Destatis). „Vor allem verteuerten sich Nahrungsmittel im Januar stärker als in den vorangegangenen Monaten. Von September bis Dezember 2025 hatte der jeweilige Preisanstieg bei Nahrungsmitteln noch unterhalb der Gesamtteuerung gelegen. Darüber hinaus wirkt sich der Preisauftrieb bei Dienstleistungen auch im Januar erhöhend auf die Inflationsrate aus.“
Energieprodukte verbilligten sich im Januar 2026 um 1,7 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Bereits im Dezember hatte es ein Minus von 1,3 % gegeben. Haushaltsenergie war binnen Jahresfrist 3,2 % günstiger. So sanken unter anderem die Preise für Strom (-3,2 %), Gas (-2,5 %) und Fernwärme (-0,8 %). Leichtes Heizöl war deutlich günstiger (-10,2 %), während sich Kraftstoffe um 0,5 % verteuerten. Im Monatsvergleich zogen die Energiepreise allerdings um 0,8 % an – insbesondere Kraftstoffe (+5,6 %). Strom (-2,8 %), Erdgas (-2,4 %) und Fernwärme (-1,6 %) wurden dagegen günstiger.
Die Preise für Nahrungsmittel stiegen im Januar 2026 um 2,1 % gegenüber dem Vorjahresmonat – nach lediglich +0,8 % im Dezember. Die Preise für Dienstleistungen lagen 3,2 % über dem Vorjahresniveau und damit weiterhin deutlich über der Gesamtteuerung. Besonders stark stiegen die Preise für Dienstleistungen sozialer Einrichtungen (+7,1 %) sowie für kombinierte Personenbeförderung (+6,2 %). Auch Nettokaltmieten verteuerten sich um 2,1 %. Die Kerninflation – ohne Energie und Nahrungsmittel – lag im Januar bei +2,5 % und damit über der Gesamtinflationsrate.
Waren insgesamt verteuerten sich um 1,0 % gegenüber Januar 2025. Während Verbrauchsgüter um 1,3 % anzogen, stiegen die Preise für Gebrauchsgüter lediglich um 0,4 %. Neben Nahrungsmitteln verteuerten sich unter anderem alkoholfreie Getränke (+6,8 %) deutlich.