Die 52. Ausgabe der Nachhaltigkeitsmesse Innatex fand vom 29. bis 31. Juli im Messecenter Rhein-Main in Hofheim-Wallau statt. 244 Marken mit Nachhaltigkeitsanspruch stellten ihre Ware aus. Rund 1.500 Besucher sind über die Tage hinweg gekommen. Damit war das Publikum ungefähr so groß wie letzten Sommer, wie Jens Frey, Geschäftsführer der veranstaltenden Muveo GmbH, zufrieden zusammenfasst: „Wir sind froh, dass unsere Zahlen konstant bleiben.“ Er weist darauf hin, dass die Messe als Plattform genutzt wurde, um die Herausforderungen zu adressieren, mit denen sich die Nachhaltigkeitsmodebranche konfrontiert sieht: „Nachhaltige Marken und der Handel erleben derzeit eine lange Phase der Herausforderungen, das lässt sich nicht leugnen. Aber aus unserer Sicht reagiert die Green-Fashion-Branche darauf mit außerordentlicher Willenskraft und Ausdauer.“
Dafür gab es auf der Messe einige Panel-Talks. Herausgearbeitet worden sei in diesen, dass Netzwerke und Kooperationen entstehen müssen, um neue Vertriebs- und Handlungsfelder zu erschließen. Außerdem wurde daran appelliert, möglicherweise ausgediente Geschäftsstrategien zu hinterfragen. „Jetzt ist Kreativität gefordert. Marken und Händler:innen können neue Potentiale ausschöpfen, indem sie beispielsweise ihr Sortiment auf Marktrelevanz prüfen, sich spitzer auf Zielgruppen ausrichten, Einkaufen zu einem sozialen Event machen, sich mit Menschen aus völlig anderen Kontexten zusammenschließen und vermeintlich verrückte Ideen nicht gleich verwerfen“, so Dr. Eva Stüber vom Kölner Institut für Handelsforschung in einer der Talkrunden. Am 20. und 21. August wird in Bern noch der Innatex-Showroom stattfinden. Die nächste Messe findet vom 20. bis 22. Januar 2024 statt.