Laut einem Bericht der International Association of Department Stores (IADS) lief das Geschäft für Kaufhäuser im vergangenen Jahr schlechter als in den Jahren zuvor. Nachdem international Kaufhäuser in der Post-Corona-Zeit an Schwung gewinnen konnten, verlief die Entwicklung zuletzt rückläufig. Durchschnittlich kam es so zu einer Umsatzentwicklung von rund -1,6%. Der Post-Covid-Boom laufe aus, heißt es seitens IADS.
In Europa konnten sich die Warenhäuser im globalen Vergleich stabilisieren. Sowohl bei konzerneigenen als auch bei den eigenständigen Warenhäusern lag die Umsatzentwicklung bei durchschnittlich 1%. In Amerika konnten sich vor allem die eigenständigen Kaufhäuser behaupten, während die zu einem Konzern gehörenden Standorte eine negative Entwicklung aufwiesen. Auch in Asien gingen die die erzielten Umsätze durch Warenhäuser zurück.
Für die Zukunft erwarte die Organisation weiterhin anhaltende Unsicherheiten in den internationalen Wirtschaften. Nicht zuletzt die Wahl des neuen US-Präsidenten und die dadurch drohenden Zölle könnten zu großen Umstrukturierungen im globalen Einzelhandel führen. Aufstrebende asiatische Märkte wie Vietnam und Indien werden die globale Einzelhandelslandschaft erheblich beeinflussen. Das erste indische Kaufhaus von Galeries Lafayette in Partnerschaft mit der Aditya Birla Group wird in diesem Jahr in Mumbai eröffnet und ein zweites in Delhi im Jahr 2026. In der EU schreiben überarbeitete Nachhaltigkeitsrichtlinien bis 2028 eine umfassende Umweltberichterstattung und Sorgfaltspflicht für Einzelhändler vor.