Hoffnung in Italien
Die hohen Einfuhrzölle, die die Mercosur-Länder (Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay) auf Schuhe erhoben haben – 35% –, verhinderten nach Meinung des Verbands den europäischen Zugang zum lokalen Markt.
Der Mercosur-Block könnte nun durch den stetig wachsenden Export zu einem wichtigeren Markt für italienische Unternehmen werden. Für den Verband ist das am 28. Juni erzielte Handelsabkommen also ein begrüßenswertes Ergebnis.
Geduld
Es wird erwartet, dass die neuen Zollsätze für Schuhe erst in einigen Jahren in Kraft treten werden. Sie können den italienischen Schuhfirmen erhebliche Vorteile bringen, da allein im letzten Jahr die Ausfuhren in die vier Mercosur-Länder 303.000 Paar betrugen und einen Wert von mehr als 15,5 Millionen Euro erreichten. In den letzten 10 Jahren (2008-2018) ist dieser Markt um ein Volumen von 58% und einen Wert von 85% gewachsen (Quelle: Confindustria Moda Research Center). Hier sieht der Verband Assocalzaturifici Potential nach oben.
„Wir freuen uns sehr über das Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten. Es stand seit Jahren ganz oben auf der Prioritäten-Liste des italienischen Schuhhandels”, so Siro Badon, Vorsitzender des Verbandes.
Unklarheit
Die genauen Bedingungen der Vereinbarung sind noch nicht bekannt, aber die Hoffnung des italienischen Schuhsektors ist, dass in Verbindung mit Vereinbarungen über Zolltarife auch die Umsetzung von Regulierungsstandards und eine rasche Ratifizierung stattfinden wird.