So meldet das Statistische Bundesamt (Destatis) für Januar 2024 einen Anstieg der Regelinsolvenzen um 26,2%, verglichen mit dem Vorjahresmonat 2023. Damit setzt sich der Aufwärtstrend der letzten Monate seit Juli 2023 weiter fort. Im Dezember 2023 hatte die Zahl der Insolvenzen bereits um 12,3% zugenommen. Destatis meldet jedoch, dass die Insolvenzzahlen insgesamt noch leicht unter dem Niveau des Vor-Corona-Zeitraums Juni 2019 bis Januar 2020 lagen.
Gleichzeitig bestätigte Destatis die Ergebnisse für November 2023. Somit lagen die Insolvenzzahlen mit 1.513 Beantragungen in diesem Monat 15,3% über denen des Vorjahresmonats. Von Januar bis November 2023 stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 23,2%, was 16.264 Fällen entspricht. Die Forderungen der Gläubiger aus den im November 2023 gemeldeten Insolvenzen bezifferten die Amtsgerichte auf etwa 1,5 Mrd. Euro, was in etwa dem Vorjahreswert entspricht.
Am häufigsten betroffen waren die Wirtschaftsabschnitte Verkehr und Lagerei, gefolgt von den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistern wie beispielsweise Zeitarbeitsfirmen. Gleichzeitig sank die Zahl der Verbraucherinsolvenzen: Mit 5.811 angemeldeten Insolvenzen sank hier die Zahl im November 2023 im Vorjahresvergleich um etwa 1,0%.