Algirdas Šemeta, EU-Kommissar für Steuern, Zoll, Statistik, Audit und Betrugsbekämpfung, erklärte: „Im Kampf gegen die Produktpiraterie, die den legalen Handel verdrängt, steht der Zoll in der EU an vorderster Front. Der heutige Bericht zeigt, wie intensiv und wichtig diese Arbeit ist. Ich werde mich im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit internationalen Partnern, der Industrie und den Mitgliedstaaten noch stärker für den Schutz geistiger Eigentumsrechte in Europa einsetzen.”
Die Rangliste der gefälschten Waren wird von Zigaretten (31%) angeführt.
Gestiegen ist im vergangenen Jahr die Menge festgehaltener Artikel bei Bekleidung, und zwar von 3,52 auf 8,51%. Unter den registrierten Fällen haben vor allem gefälschte Taschen und Kleinlederwaren von 7,5% auf knapp 11% kräftig zugelegt, auch der Anteil von Sportschuhen hat im Jahresvergleich zugelegt, und zwar von 6,4% auf 8,2%. Die Fälle gefälschter Bekleidung gingen dagegen von 20% auf 17% und Schuhen von 28% auf 20% zurück.
Was die Herkunft der gefälschten Produkte anbelangt, ist China nach wie vor Spitzenreiter. Ungefähr 90% aller beschlagnahmten Produkte wurden entweder vernichtet oder es wurden Gerichtsverfahren angestrengt, um den Verstoß festzustellen.