„Wir freuen uns über den Erwerb der Bama-Markenrechte, da die Markenprodukte bestens zu der Philosophie unseres Unternehmens passen und unsere Kunden auf hochwertige Produkte großen Wert legen. Wir sehen im Erwerb der Markenrechte eine sinnvolle Erweiterung unseres Produktportfolios“, sagt Andrzej Aleksandrowicz, Gründer und CEO von Kaps.
Beide Unternehmen, Ganka und Kaps, wollen die Marken aus dem Bama-Portfolio nun weiterentwickeln. Dabei werde jedes Unternehmen die Marken in den Märkten vertreiben, in denen das jeweilige Vertriebsnetz am stärksten ist. Ganka ist in Amerika aktiv, Kaps in Europa und Asien.
Das 1994 gegründete Unternehmen Kaps mit Sitz im polnischen Rzezawa bei Krakau stellt Schuheinlagen, Schnürsenkel, Schuhpflege sowie Pflege- und Wartungsprodukte für die Outdoor- und Fahrradbranche her und vertreibt sie in der Europäischen Union. Neben der Hauptmarke „Kaps“ fertigt und vertreibt das Unternehmen weltweit auch die Marken Mountval, Worker Walker, Lettro und Bike on Wax.
Die Ganka-Gruppe wurde 1935 gegründet und hat sich auf die Herstellung und den Vertrieb von Outdoor-Kleidung im Sport- und Freizeitbereich spezialisiert, darunter das Jagd- und Anglersegment, aber auch der gewerbliche Sektor. Das Sortiment umfasst laut dem Unternehmen mehr als 3.000 unterschiedliche Produkte, die über mehr als 3.600 Kunden und Retailer verkauft werden.
Anfang August hatte die Ganka-Gruppe die Markenrechte für Bama, Tana und Woly von Bama übernommen. Zweimal war das Unternehmen in den zurückliegenden Jahren in die Insolvenz gerutscht. Zunächst hatte Bama im November 2022 angekündigt, sich in Eigenverwaltung sanieren zu wollen. Wenig später übernahm die Hamburger Beteiligungsgesellschaft MKCP alle Geschäftsanteile. Im Mai 2024 erfolgte eine zweite Insolvenz. Danach musste Bama den Geschäftsbetrieb einstellen: Trotz intensiver Bemühungen habe sich kein Investor finden können, teilte der Insolvenzverwalter seinerzeit mit.