Laut dem Strategiepapier sollen die Personalkosten um 64 Mio. Euro auf 308 Mio. Euro gesenkt werden. Dazu sollen im kommenden Jahr nur noch 8.170 Vollzeitbeschäftigte in den Filialen beschäftigt werden, 1.270 weniger als aktuell. Hinzu kommen die Entlassungen im Zuge der bereits beschlossenen Filialschließungen.
Gespart werden soll insbesondere bei den Abteilungsleitern. Laut dem Konzept soll fast jeder zweite das Unternehmen verlassen. In den Filialen soll eine komplette Führungsebene gestrichen werden, um eine „intensivere und breitere Einbindung der Filialen“ zu ermöglichen. Künftig soll es dem Konzept zufolge acht sogenannte Kopffilialen geben: Bremen, Braunschweig, Berlin-Schlossstraße, Frankfurt, Köln, Dortmund, Nürnberg und Karlsruhe. Deren Filialleiter sollen mitverantwortlich sein für andere sogenannte Anhängefilialen.
In den Karstadt-Häusern soll es künftig drei Gruppen von Karstadt-Mitarbeitern geben: Verkäufer, Kassierer und solche, die in neu geschaffene Warenservice-Teams wechseln sollen. Diese Mitarbeiter sollen vor allem die Ware auspacken und die Regale einräumen. Das eröffne Karstadt die Möglichkeit, diese Beschäftigten künftig nur noch nach den deutlich niedrigeren Tarifen für die Logistikbranche zu bezahlen, heißt es in dem Bericht der Süddeutschen Zeitung.
Grundsätzlich wird bei Karstadt als ’Grundbesetzung‘ während der gesamten Ladenöffnungszeiten ein Mitarbeiter pro Etage für ausreichend gehalten. Weitere Einsparmöglichkeiten haben die Verantwortlichen bei der Schaufenster-Dekoration ausgemacht. Künftig sollen hier ’reduzierte Standards‘ gelten. Außerdem soll es weniger Kassen in den Filialen geben. Und schließlich haben sich die Manager vorgenommen, künftig weniger Meetings und Telefonkonferenzen zu veranstalten.