Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Konsumenten nur in den Ländern, die am stärksten von der Krise (Zeitraum 2008-2012) getroffen wurde, auch einen realen Kaufkraftverlust erlitten haben (etwa Island, Serbien, Griechenland, Ungarn, je mehr als -16%).
Weniger dramatisch waren die Rückgänge demnach in den südeuropäischen Ländern Spanien, Portugal, Zypern und Italien, in Irland sowie in Kroatien, Rumänien und in den Baltischen Staaten. Leicht zurückgegangen ist aber auch die Kaufkraft in den westeuropäischen Ländern Luxemburg, Dänemark und Niederlande.
22 Länder weisen hingegen Zuwächse auf – darunter Österreich. Am stärksten waren die Zuwächse in der Schweiz mit 45% (hauptsächlich bedingt durch den veränderten Wechselkurs zum Schweizer Franken), am schächsten in Belgien (1,1%).
Reale Zuwächse im unterschiedlichen Ausmaß konnten auch die Konsumenten in den osteuropäischen Ländern Polen, Russland, Ukraine, Tschechien oder der Slowakei, in Deutschland (2,3%) und in Österreich (2,0%) oder in den großen westeuropäischen Ländern Frankreich und Großbritannien registrieren.
Ausschlaggebend für die Kaufkraftentwicklung der Menschen ist laut der Studie insbesondere die Arbeitsplatzsituation. Diese wiederum hängt von der wirtschaftlichen Dynamik eines jeden Landes beziehungsweise von den Möglichkeiten der Unternehmen ab, neue Arbeitsplätze zu schaffen und höhere Löhne zu bezahlen.
“Es sind insbesondere die großen oder die wirtschaftlich stabilen Märkte Europas, in denen die durchschnittliche Kaufkraft der Konsumenten selbst im Krisenzeitraum 2008-2012 steigen konnte. Jene Länder hingegen, in denen es eine Mischung aus Exportrückgang, höherer Arbeitslosigkeit und steigender Inflation gegeben hat, registrierten auch Kaufkraftrückgänge”, fasst Wolfgang Richter, Geschäftsführer von RegioData Research zusammen.
Die vollständige Studie kann hier heruntergeladen werden.