Wie der weltweite Spezialfaseranbieter Lenzing meldet, habe die jährliche Evaluierung der Bewertung von Vermögenswerten gemäß IFRS der gesamten Lenzing Gruppe einen Wertminderungsbedarf ergeben. Dabei soll es zu Sonderabschreibungen in Höhe von bis zu 480 Mio. Euro kommen. Als Gründe werden die weiterhin anhaltenden Unsicherheiten im wirtschaftlichen Umfeld sowie die nach wie vor erhöhten Rohstoff- und Energiekosten genannt. Auch die erhöhten Diskontierungssätze durch das geänderte Zinsumfeld setze dem Unternehmen zu.
Lenzing stellt allerdings klar, dass die Sonderabschreibungen „nicht zahlungswirksam“ seien und „keine Auswirkungen auf das Gesamtjahres-EBITDA 2023“ hätten. Für das Geschäftsjahr wird dadurch laut der bisherigen Prognose ein EBITDA von etwa 300 Mio. Euro erwartet. Das endgültige Jahresergebnis für 2023 wird am 15. März 2024 präsentiert.
„Wir haben im dritten Quartal 2023 auf das anhaltend schwierige Marktumfeld reagiert und ein umfassendes Performance-Programm gestartet, welches wir seither mit dem Fokus auf positiven Free Cashflow sowie gestärktem Umsatz- und Margenwachstum konsequent umsetzen“, erklärt Vorstandsvorsitzender Stephan Sielaff. „Somit können wir unsere Ergebnisprognose mit einem EBITDA von rund EUR 300 Millionen bestätigen. Die Bewertungsanpassung nach IFRS ändert nichts an der strategischen Ausrichtung der Lenzing Gruppe.“
„Die Umsetzung des Performance-Programms läuft nach Plan“, fügt CFO Nico Reiner hinzu. „Hier wird künftig allein aus Kostenmaßnahmen ein Ergebnisbeitrag von jährlich mehr als EUR 100 Millionen erwartet, davon werden bereits mehr als EUR 50 Millionen für das Geschäftsjahr 2024 wirksam. Besonders bei der Stärkung des Free Cashflow sind wir im Plan, so konnten wir auch im vierten Quartal einen positiven Free Cashflow erzielen. Die Neubewertung der Assets ist jetzt konsequent und der richtige Schritt für die künftige Ausrichtung.“