Die Kollektion unterteilt sich in verschiedene Segmente. Die Sneaker- und Outdoor-Kapsel für Großkinder mit dem noch relativ neuen Namen YK-ID zeige eine frische Designsprache, kombiniert mit Outdoor-Elementen. Das junge Brand habe sich „hervorragend“ entwickelt, berichtet Balonier. Hinzu kommen Lauflern- und modische Großkinderschuhe. Auch eine umfangreiche Sympatex-Kollektion gehört zum Angebot; hier habe man noch neue Impulse bei der Optik gesetzt. Gut entwickelt haben sich zudem laut Eckford die Barfußschuhe. „Das ist ein perfektes Produkt für den Kinderfuß, denn die Modelle verfügen über eine breite Zehenbox und die obligatorische Nullsprengung ist für den gesunden Bewegungsablauf förderlich.“ Mit den Barfußschuhen hat Lurchi vor einigen Saisons neues Terrain betreten – und auch eine neue Optik etabliert. „Früher konnten Schuhe ja nicht aufwändig genug dekoriert sein. Die Barfußschuhe dagegen haben eine eher zurückgenommene Optik. Das trifft den Nerv vieler Eltern. Ich glaube, dass es im Barfußbereich Kunden gibt, die die Schuhe nicht kaufen, weil es sich um Barfußschuhe handelt, sondern weil es schöne, hochwertige Kinderschuhe sind.“ Die etwas breitere Zehenbox falle kaum auf, weil Kinderschuhe generell im Vorfußbereich etwas weiter geschnitten sind. Während Barfußschuhe für Erwachsene oftmals eine gewöhnungsbedürftige Optik haben, sei der Unterschied bei Kinderschuhen kaum erkennbar – aber er sei da. Dass das Thema spannend ist und Potenzial hat, erkenne man am Zuspruch der Verbraucher. „Wir haben noch nie so viele Anfragen von Müttern und Vätern gehabt wie zu diesem Thema“, berichtet Eckford. Für den Handel sei noch ein weiteres Detail des neuen Schuhtyps relevant: Barfußschuhe liegen in den VK-Preisen um 10 bis 20 Euro über den herkömmlichen Kinderschuhen. Das Barfußschuh-Programm umfasst ca. 20 Modelle im Größengang 20 bis 35.
Nach wie vor punktet die Marke über ihr sympathisches Wappentier, den Feuersalamander. Mit ihm sind Generationen von Kindern groß geworden. Lurchi und seine Freunde erleben weiterhin Abenteuer, die als Hefte im Schuhhandel verteilt werden. Und die neuerdings erhältlichen Hörspiele sollen zusätzlich für Bekanntheit sorgen. Wenngleich das schwarz-gelbe Amphibium schon einige Jahre auf dem Buckel hat, ist es laut den Verantwortlichen in Langenfeld immer noch bei Kindern beliebt. „Ich fahre ein Auto mit Lurchi-Aufkleber. Ich werde so oft darauf angesprochen. Die Marke erzeugt immer wieder positive Emotionen“, berichtet Ralf Balonier. Auch auf Social Media-Kanälen wie Facebook und Instagram ist der Schwanzlurch präsent. Und dort erreiche man keineswegs nur die Fans, die vor Jahrzehnten Lurchi-Schuhe trugen und der Marke nostalgisch folgen – vielmehr spreche man vor allem die um die 30-Jährigen an: „Genau unsere Zielgruppe“, betont der Vertriebsleiter. In Deutschland sei die Marktdurchdringung mit der Kinderschuhmarke schon sehr gut, erklärt Balonier. Um die 700 Händler – ca. 1.500 Türen – werden mit Lurchi-Schuhen beliefert. Solide sei Lurchis Position zudem in Tschechien und in England. Nun soll das Business in der Schweiz und in den Niederlanden aufgebaut werden.