Das Marktvolumen für Luxusgüter beträgt rund 250 Mrd. Euro. Bereits im vergangenen Jahr wuchs der Markt lediglich um 1,5%. In den Jahren zuvor lag das Wachstum meist über 5%. Im Jahr 2011 wurde sogar ein Anstieg um 11% verzeichnet. „Ich erwarte, dass die Luxusindustrie 2016 einen Tiefpunkt erreicht“, erklärte Claudia d’Arpizio von Bain am Rande einer Konferenz der New York Times in Versailles. Die Kauflaune wurde insbesondere durch den Rückgang der Touristenzahlen in Europa, den Turbulenzen am chinesischen Aktienmarkt und einer gedämpften Stimmung in den USA beeinflusst.
Es gebe jedoch Anzeichen, dass sich die Situation 2017 verbessern werde, erklärte d’Arpizio. So würde sich der laufende Präsidentschaftswahlkampf negativ auf den Konsum in den USA auswirken, dem wichtigsten Luxusmarkt. Auch für China wird eine Aufhellung des Konsums erwarten. Hier soll sich vor allem die Aufhebung der in der Vergangenheit zum Teil erheblichen Preisunterschiede für identische Produkte zwischen China und den westlichen Ländern bemerkbar machen. Von rund 70% soll diese Differenz auf etwa 25% fallen.
Die neue Studie von Bain zur Entwicklung des Luxusmarktes soll in wenigen Wochen erscheinen. Generell erwarten die Experten für die kommenden fünf Jahre ein durchschnittliches Wachstum in Höhe von 2 bis 3%.