„Heute liegt eine Mainzer Lösung auf dem Tisch. Eine übergroße Mehrheit in der Stadt will ebenso wie wir den Erfolg dieses für die Stadtentwicklung so wichtigen Projektes. Heute bin ich sicher, dass bald ein attraktives neues Einkaufsquartier an der Ludwigsstraße stehen wird“, so Oberbürgermeister Michael Ebling. Auch Wirtschaftsdezernent Christopher Sitte zeigt sich optimistisch: „Die Realisierung des ECE-Einkaufsquartiers ist mit mehr als 700 neuen Arbeitsplätzen und einer Investitionssumme von ca. 200 Mio. Euro die bedeutendste Ansiedlung in der Mainzer Innenstadt. Davon versprechen wir uns einen Impuls für die positive Weiterentwicklung der Einkaufsstadt Mainz. So weit wie heute waren wir bei diesem wichtigen Ansiedlungsprojekt noch nie.“
Das Ensemble aus fünf Einzelbaukörpern ist laut ECE keine zusammenhängende bauliche Anlage, sondern tatsächlich ein städtisches Viertel. Alle Gebäude haben auch in den glasüberdeckten Gassen Außenfassaden, und die Straßenbeläge werden ähnlich oder gleich sein wie in der Ludwigsstraße und auf dem Bischofsplatz. Die Eingänge und deren Glasfassaden treten hinter die Baukörper zurück, der Gutenbergplatz wurde architektonisch aufgewertet und die Durchlässigkeit durch die Mietflächen durch Anordnung weiterer Eingänge und Ausgänge für den Passanten verbessert. „Dass vier der fünf Baukörper über Glaselemente miteinander verbunden sind, hat seine Vorbilder schon in den Passagen des 19. Jahrhunderts, z.B. der Galleria Vittorio Emanuele in Mailand. Das sind lebendige Stadtquartiere mit einer hervorragenden städtebaulichen Qualität. So etwas planen wir hier auch“, erläuterte ECE-Chefarchitekt Andreas Fuchs.
Jetzt wird nach dem in Mainz bewährten Rhythmus unter anderem in einem achten Ludwigsstraßenforum Gelegenheit sein, das Konzept der Öffentlichkeit im Detail vorzustellen und breit zu diskutieren, bevor – so die Planung der Verwaltung – am 4. Dezember der Rat einen Grundsatzbeschluss zum weiteren Verfahren fassen soll. Mit dem Bau des Einkaufsquartiers könnte im Herbst 2015 begonnen werden, eine Eröffnung ist für Frühjahr 2018 geplant. Auf vier Handelsebenen sollen ca. 100 Geschäfte mit maximal 28.000 qm Verkaufsfläche entstehen.