Was macht die Marke aus Ihrer Sicht bis heute aus?
Pedag steht seit 50 Jahren für Produkte, die den Alltag angenehmer machen. Unsere Marke verbindet handwerkliche Qualität, funktionale Lösungen und das gute Gefühl, Menschen etwas Gutes zu tun. Dabei geht es nie nur um Produkte, sondern immer auch um Vertrauen, Verlässlichkeit und langfristige Partnerschaften.
Wenn Sie auf die vergangenen fünf Jahrzehnte blicken: Welche Meilensteine waren für Pedag besonders prägend?
Die Einführung unserer ersten Fußkomfort-Produkte, der kontinuierliche Ausbau unseres Sortiments, der Umzug von Berlin nach Königs Wusterhausen 1993 und die konsequente Internationalisierung gehören sicher dazu. Besonders prägend war aber immer die Fähigkeit, sich weiterzuentwickeln und dabei den eigenen Werten treu zu bleiben.
Pedag steht heute für Sohlen, Fußbetten, Schuhpflege und Zubehör. Welche Produktbereiche haben die Marke am stärksten geformt?
Unsere Einlegesohlen und Fußbetten sind das Herzstück der Marke. Sie haben Pedag weltweit bekannt gemacht und stehen bis heute für unsere Kompetenz rund um Komfort und Fußgesundheit. Gleichzeitig hat uns die Schuhpflege geholfen, unsere Rolle als ganzheitlicher Partner des Fachhandels auszubauen.
Welche Bedeutung hat die Marke heute für den Fachhandel?
Für viele Händler ist Pedag weit mehr als ein Lieferant. Wir verstehen uns als Partner, der den Fachhandel mit hochwertigen Produkten, Beratung und Ideen unterstützt. Gerade in einem sich wandelnden Markt sind Vertrauen und Verlässlichkeit oft genauso wichtig wie das Produkt selbst.
Was erwarten Schuhhändlerinnen und Schuhhändler heute von einer Zubehörmarke – über das Produkt hinaus?
Sie erwarten Lösungen. Dazu gehören eine starke Marke, Verkaufsunterstützung, schnelle Reaktionszeiten, digitale Services und ein echtes Verständnis für die Herausforderungen im Geschäft. Es geht darum, gemeinsam erfolgreich zu sein.
Sie sprechen von drei beziehungsweise zweieinhalb Generationen im Unternehmen. Wie würden Sie die Rolle jeder Generation beschreiben?
Die erste Generation hat den Grundstein gelegt und die Marke aufgebaut. Die zweite Generation hat Pedag internationalisiert und professionalisiert. Die aktuelle Generation bringt neue Perspektiven ein und gestaltet die Zukunft der Marke in einer zunehmend digitalen und globalen Welt. Jede Generation hat ihre eigene Handschrift hinterlassen – und gleichzeitig auf dem aufgebaut, was zuvor geschaffen wurde.
Ines und Tilo Bürger bilden gewissermaßen die Übergangsgeneration. Welche Themen standen in dieser Phase besonders im Vordergrund?
In dieser Zeit ging es vor allem um Wachstum, Internationalisierung und den Ausbau unserer Marktposition. Gleichzeitig mussten Strukturen geschaffen werden, die es ermöglichen, ein Familienunternehmen erfolgreich in die nächste Generation zu führen.
Wie gelingt es, Erfahrung aus der älteren Generation aufzunehmen, ohne die notwendige Erneuerung zu bremsen?
Indem man zuhört und gleichzeitig den Mut hat, eigene Wege zu gehen. Erfahrung hilft dabei, Fehler zu vermeiden. Erneuerung sorgt dafür, dass man relevant bleibt. Beides ist kein Widerspruch, sondern eine wichtige Kombination.
Wo musste sich Pedag bewusst neu erfinden?
Vor allem dort, wo sich Märkte, Kundenbedürfnisse und Kommunikationswege verändert haben. Digitalisierung, Nachhaltigkeit und neue Handelsstrukturen haben uns immer wieder dazu aufgefordert, Prozesse, Produkte und unser Selbstverständnis zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.
Sie (Lisa und Christian Seiffert) stehen für die nächste Generation. Welche eigenen Akzente möchten Sie in der Weiterentwicklung von Pedag setzen?
Wir möchten die internationale Marke Pedag weiter stärken und gleichzeitig die Werte bewahren, die uns erfolgreich gemacht haben. Themen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung, moderne Markenführung und eine noch engere Zusammenarbeit mit unseren Partnern werden dabei eine wichtige Rolle spielen.
Welche Themen werden Pedag in den kommenden Jahren besonders beschäftigen?
Nachhaltige Materialien, neue Vertriebskanäle, die Digitalisierung des Handels und veränderte Verbraucherbedürfnisse werden zentrale Themen sein. Gleichzeitig bleibt die Frage wichtig, wie wir auch künftig Produkte entwickeln, die echten Mehrwert schaffen und sich für die Menschen einfach gut anfühlen.
Gibt es einen Moment aus 50 Jahren Pedag, der für Sie besonders gut zeigt, wofür diese Marke steht?
Es gibt nicht den einen Moment. Vielmehr sind es die vielen Begegnungen mit Mitarbeitern, Kunden und Partnern, die uns oft seit Jahrzehnten begleiten. Diese langfristigen Beziehungen zeigen am besten, wofür pedag steht: Vertrauen, Verlässlichkeit und gemeinsames Wachstum.
Worauf sind Sie mit Blick auf das Markenjubiläum besonders stolz?
Darauf, dass Pedag nach 50 Jahren immer noch eine starke, unabhängige Marke ist. Und darauf, dass hinter dieser Marke Menschen stehen, die mit Leidenschaft, Engagement und Teamgeist jeden Tag daran arbeiten, sie weiterzuentwickeln.
Wenn Pedag in weiteren zehn Jahren auf dieses Jubiläum zurückblickt: Was sollte bis dahin erreicht sein?
Wir möchten, dass Pedag auch dann als führende internationale Komfortmarke wahrgenommen wird – innovativ, nachhaltig und nah an den Menschen. Wenn wir in zehn Jahren sagen können, dass wir unsere Partner erfolgreich begleitet, unsere Werte bewahrt und gleichzeitig die Marke weiterentwickelt haben, dann haben wir viel richtig gemacht.