Die Moda made in Italy feierte eine rundes Jubiläum. Die Veranstaltung vom Verband der italienischen Schuhhersteller (Assocalzaturifici) fand vom 25. bis 27.März zum 50. Mal statt. „Die Moda made in Italy ist für uns eine sehr wichtige Messe“, erklärte Giovanna Ceolini, Vizepräsidentin von Assocalzaturifici. Schließlich sei Deutschland für die Schuhhersteller in Italien der zweitwichtigste Markt. So wurden in den ersten elf Monaten des Jahres 2017 rund 32 Mio. Paar Schuhe im Wert von 935 Mio. Euro an die deutschen Kunden geliefert.
Die Erwartungen vieler Aussteller an die Messe waren in den vergangenen Wochen jedoch bereits deutlich gesunken. Und so führten die zum Teil massiven Umsatzeinbrüche im Handel auch zu einer geringeren Frequenz im MOC. „Es ist momentan überall der Wurm drin“, erklärte ein enttäuschter Aussteller gegenüber schuhkurier. Andere berichteten von Auftragsrückgängen in Höhe von 20%. Auf der Essenz in der benachbarten Zenithhalle zeigte sich ein ähnliches Bild. Auch hier dürfte der Besuch gegenüber der Vorjahresveranstaltung leicht zurückgegangen sein. Dabei war vor allem der Sonntag sehr gut besucht, anschließend ließ die Frequenz nach. Den letzten Messetag nutzte unter anderem Raimund Cordes aus Herzebrock-Clarholz zur modischen Abrundung seines Sortiments. „Angst ist ein schlechter Ratgeber“, so der Schuhhändler zu seinem Orderverhalten. Die Messen in München seien ideale Gelegenheiten, „um die Schuhe einzukaufen, die für unser Image unverzichtbar sind“.
Die nächsten Ausgaben von Moda made in Italy und Essenz sind für den 30. September. bis 2. Oktober terminiert. Da zeitgleich in München das Oktoberfest stattfindet, empfehlen die Organisatoren der beiden Messe eine frühzeitige Hotelbuchung.