Peter Schöler blickt nach vorne. Trauer über das Ende des Familienunternehmens empfindet der 67-Jährige nicht. Im Jahr 1877 legte sein Ur-Großvater Wilhelm Wachendorf den Grundstein für das Handelsunternehmen. Nach der Ausbildung bei Schümann in Lübeck und Dielmann in Darmstadt stieg Peter Schöler 1976 in das Unternehmen ein. 40 Jahre lang waren Schuhe sein Leben. Nun ist damit Schluss – vor allem, weil ein Nachfolger fehlt. „Meine beiden Kinder haben sich vor Jahren anders orientiert“, so Peter Schöler im Gespräch mit schuhkurier. Sein Sohn arbeite im Management von Audi in Ingolstadt und seine Tochter habe sich erfolgreich als Taschendesignerin in Italien etabliert.
Ecco-Stores verkauft
Ein Knackpunkt war zudem das Scheitern eines geplanten innerstädtischen Einkaufszentrums in Bremen. Wäre dieses realisiert worden, hätte sich die Lage von Wachendorf dramatisch verbessert. „Als klar war, dass die Pläne für das City-Center gescheitert sind, kam für mich der richtige Zeitpunkt, um einen Schlussstrich zu ziehen“, sagt Peter Schöler. Die anschließende Suche nach einem Interessenten für das Schuhhaus verlief ergebnislos. Laut Schöler war auch dies eine Folge der nicht optimalen Lage in der Ansgaritorstraße. Allerdings verkaufte der Schuhhändler seine beiden Ecco-Stores in der Hansestadt an den dänischen Hersteller, der diese seit September in Eigenregie führt.
Reise in den Himalaya geplant
Noch bis zum 28. Februar hat Peter Schöler die alten Büroräume oberhalb des ehemaligen Schuhgeschäfts angemietet. Wenn alles sauber abgewickelt ist, freut sich der ehemalige Aufsichtsrat der ANWR auf mehr Zeit zum Reisen. Auf dem Plan stehen unter anderem der Himalaya und ausgedehnte Segel-Touren.