„Dass sich das außergewöhnliche Tempo von 2013 etwas einbremst, ist kein Grund zur Sorge. Die Branche ist auf einem hohen Niveau stabil. Multichannel gewinnt an Bedeutung und auch digitale Dienstleistungen konnten weiter zulegen. Das zeigt, dass der Interaktive Handel nach wie vor in einem spannenden Entwicklungsprozess ist “, so Christoph Wenk-Fischer, BEVH-Hauptgeschäftsführer.
Im Zeitraum von April 2014 bis Juni 2014 wurden 9,5 Mrd. Euro des Gesamtumsatzes durch den E-Commerce erzielt, der Anteil lag bei 86,3%. Auch hier liegt ein Minus in Höhe von 5,2% zum Vorjahreszeitraum vor. Besonders negativ war die Entwicklung bei der Warengruppe Schuhe: Hier wurde ein Umsatzrückgang um 44% auf 604 Mio. Euro verzeichnet. Im Vorjahr sollen es laut BEVH noch 1,08 Mrd. Euro gewesen sein. Auch die Entwicklung in der Kategorie Bekleidung war mit -12,1% rückläufig. Gemeinsam machen Schuhe und Bekleidung einen Anteil von 37% am Gesamtumsatz im Versandhandel aus.
Allerdings konnte die GfK den Trend nicht bestätigen. Die Umsätze im E-Commerce seien bei Kleidung und Schuhen demnach im Mai und im Juni um mehr als 7%, wie das Konsumentenpanel für den Bereich E-Commerce zeigt. Trotzdem sieht auch Bernd Lochschmidt, GfK-Marktforscher für Textilien, durchaus Probleme im Markt. „Der Preis kommt wieder unter Druck“, so Lochschmidt gegenüber Handelsblatt Online. Die Konsumenten kauften zum einen bei dem günstigeren Händler und zum anderen gezielt bei Rabattaktionen.