Die Umsätze im E-Commerce mit Waren sind von Juli bis Oktober laut BEVH deutlich um 14,8% auf 22,194 Mrd. Euri gestiegen. Für den E-Commerce handelte es sich um das wachstumsstärkste dritte Quartal seit fünf Jahren. Für das Segment Schuhe wurde ein Plus in Höhe von 15,1% verzeichnet. Die Umsätze legten auf 1,24 Mrd. Euro zu. Das Wachstum im Segment Bekleidung lag bei 13,3%.
Hersteller-Direktvertrieb und Multichannel legen am deutlichsten zu
Der digitale Direktvertrieb durch Hersteller unterstreicht seine andauernde Stärke und bleibt der einzige Verkaufskanal, der seit Pandemieausbruch in jedem Quartal im komfortablen zweistelligen Bereich gewachsen ist. Kein anderer Vertriebstyp konnte prozentual so stark zulegen wie Hersteller-Versender (+23,2% kumuliert von Januar bis einschließlich September 2021). Blickt man nur auf das dritte Quartal, sind die Multichannel-Händler auf das stärkste Wachstum gekommen. Das überrascht laut BEVH, da sie erstmals seit Jahresbeginn wieder ein gesamtes Quartal durchgängig die Geschäfte für Kunden öffnen konnten, die Kunden aber trotzdem weiterhin gerne online bestellen. Der Handel auf Onlinemarktplätzen, den zum weit überwiegenden Teil stationäre und Onlinehändler tragen, erhöht sein Volumen im langfristigen Trend weiter kräftig und wird 2021 erstmals in jedem Quartal deutlich mehr als 10 Mrd. Euro umsetzen. „Besonders erfreulich ist die positive Entwicklung der Multichannel-Händler, die zu den starken Ergebnissen der Branche beigetragen haben. Unter ihnen befinden sich viele Unternehmen, die ehemals rein stationär waren und sich in der Pandemie unter hohem Druck ein digitales Standbein aufgebaut haben. Das macht uns optimistisch und zeigt, dass sich viele dieser Händler erfolgreich im Digitalhandel festsetzen,“ sagt Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des BEVH.
BEVH bestätigt Jahresprognose
In den ersten neun Monaten des Jahres sind im E-Commerce Gesamtumsätze von rund 67,4 Mrd. Euro aufgelaufen. Der gesamte Interaktive Handel einschließlich Dienstleistungen erreichte in diesem Zeitraum 74 Mrd. Euro. Ein starkes letztes Weihnachtsquartal eingerechnet, befindet sich die Branche damit weiter auf dem Weg, in diesem Jahr erstmals die Marke von 100 Mrd. Euro zu brechen.