Im Teilkonzern Outdoor führten die allgemeine Marktsättigung, hohe Lagerbestände und die angespannte Lage im Sportfachhandel zu einem deutlichen Umsatzrückgang von rund zehn Prozent (von 210,5 auf 188,7 Mio. Euro). Das teilte der Schwan-Stabilo-Konzern mit. Trotzdem hätten alle vier Marken – Deuter, Ortovox, Maier Sports und Gonso – weiter in Innovation, Design und Nachhaltigkeit investiert.
„Besonders im E-Commerce und in den internationalen Märkten konnten wir Fortschritte erzielen“, so Martin Riebel, CEO der Outdoorgruppe. „China, Frankreich und Großbritannien, wo Deuter seit 2023 mit einer eigenen Tochtergesellschaft seine Marktposition ausbaut, entwickelten sich positiv. Auch bei Digitalisierung und Prozessoptimierung haben wir wichtige Meilensteine erreicht: Das ERP-System als zentrale Software ist unsere bislang größte Investition in der Geschichte des Teilkonzerns.“
Riebel sieht die Marken gut aufgestellt, um ihre wichtige Rolle in der Outdoor-Welt auch künftig fortzuführen. „KI und andere digitale Anwendungen unterstützen uns bereits heute an vielen Stellen im Alltag und helfen uns, schneller und effizienter zu werden. Das besondere Erlebnis in der Natur, ob beim Wandern, auf Skitouren, beim Klettern oder beim Radfahren, wird KI jedoch nicht ersetzen. Und wir werden mit jeder unserer Marken weiterhin dazu beitragen, dass unsere Kundinnen und Kunden gut ausgerüstet sind.“
Schwan-Stabilo: Gesamtkonzern
Insgesamt sei das Geschäftsjahr 2024/25 für Schwan-Stabilo von einer schwachen Konjunktur und einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld geprägt gewesen. Gestiegene Zölle, geopolitische Spannungen und eine spürbare Konsumzurückhaltung bremsten den weltweiten Handel. Auch in Deutschland blieb die Kaufneigung verhalten, insbesondere im Non-Food-Bereich.
Dies wirkte sich auf alle drei Geschäftsfelder aus: Stifte, Kosmetik und Outdoor. Die Gruppe verzeichnete einen Umsatzrückgang zum Stichtag 30. Juni 2025. Der Gruppenumsatz lag mit rund 758 Mio. Euro rund 5 Prozent unter dem Vorjahreswert (797,2 Mio. Euro).