„Wir liegen bei der Sanierung beider Unternehmen voll im Plan. Gemeinsam mit den in die Geschäftsführung berufenen Restrukturierungsexperten haben wir die Unternehmen im vorläufigen Verfahren uneingeschränkt fortgeführt. Das haben unsere Geschäftspartner honoriert und so hatten wir auf der gerade zu Ende gegangenen Lederwaren Messe ILM in Offenbach sogar mehr Ordereingänge als im vergangenen Jahr“, freut sich Picard-Geschäftsführer Martin Picard.
Auch die beauftragten Sanierer Holger Rhode, Dr. Raul Taras, beide Partner der Kanzlei Görg, sowie Thomas Montag, Partner der Unternehmensberatung Montag & Montag, sehen weiterhin gute Chancen auf eine nachhaltige Sanierung, teilt Picard mit. „Das vorläufige Verfahren lief gut, die Geschäftspartner haben signalisiert, dass sie auch künftig mit Picard zusammenarbeiten möchten“, sagt Holger Rhode.
Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten werden mit Verfahrenseröffnung wieder von den jeweiligen Unternehmen bezahlt. Geschäftsführung und Restrukturierer gehen weiter davon aus, dass Picard die Sanierungsverfahren noch im Herbst 2026 wieder verlassen kann.
Die Verantwortlichen der Picard Lederwaren GmbH & Co. KG und der Picard Leathergoods Retail GmbH & Co KG hatten Mitte Juni 2026 beim zuständigen Amtsgericht in Offenbach am Main jeweils einen Sanierungsantrag in Eigenverwaltung gestellt. Die Anträge wurden laut Geschäftsführung notwendig, da Picard aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Lage eine erhöhte Kaufzurückhaltung seiner Kundinnen und Kunden spürte. Zur vorläufigen Sachwalterin bestellte das Gericht in beiden Verfahren Nadja Raiß von der Sozietät K&L Gates.
Die Geschäftsführung führt seit Antragsstellung gemeinsam mit den Restrukturierern die Geschäftsbetriebe in beiden Gesellschaften mit allen 90 Beschäftigten uneingeschränkt fort. In den Marken-Stores an den Flughäfen Frankfurt am Main und München sowie im Online-Shop bietet Picard weiter sein Sortiment an und die Handelspartner werden laut Unternehmen wie gewohnt beliefert.