Auch die spanische Tochtergesellschaft befindet sich laut Branchenportal Modaes in einem Vorinsolvenzverfahren und erwartet die gerichtliche Genehmigung zur Liquidation.
Das 2013 von Carmen Hijosa gegründete Unternehmen war ein Vorreiter bei alternativen, pflanzenbasierten Materialien für die Mode- und Schuhindustrie. Trotz starker Nachhaltigkeitsorientierung konnte Ananas Anam seine wirtschaftliche Lage zuletzt nicht stabilisieren. Nach mehreren erfolglosen Versuchen, Kapital zu beschaffen oder das Unternehmen zu verkaufen, bestellte das britische Gericht am 19. August 2025 zwei Insolvenzverwalter.
Laut Geschäftsberichten sank der Umsatz von 419.849 Pfund (491.229 Euro) im Jahr 2022 auf 240.849 Pfund (282.793 Euro) im Jahr 2023, während sich der Jahresverlust auf rund 1,14 Mio. Pfund (1,33 Mio. Euro) erhöhte. Auch die spanische Tochtergesellschaft Ananas Anam España verzeichnete rückläufige Umsätze – 2023 rund 518.515 Euro, ein Minus von 20,4 % gegenüber dem Vorjahr.
Das Unternehmen beschäftigte zuletzt jeweils 15 bis 20 Mitarbeitende in Spanien und auf den Philippinen. Ob es nach der Abwicklung eine Fortführung oder Übernahme einzelner Geschäftsbereiche geben wird, ist derzeit unklar.