Laut dem Herstellerverband Apiccaps entwickelten sich insbesondere die außereuropäischen Länder positiv, darunter China, USA, Russland und Australien. Insgesamt exportieren die portugiesischen Schuhhersteller rund 95% der Gesamtproduktion in über 130 Länder. Dagegen gingen die Schuheinfuhren um 3,6% zurück. Damit trägt die Schuhindustrie positiv zur Handelsbilanz des krisengeschüttelten Landes bei. In den ersten acht Monaten des Jahres lag der Handelsüberschuss bei 857 Mio. Euro.
Dagegen stagnieren die Zahlen für die brasilianische Schuhindustrie: Laut dem Ministerium für Entwicklung, Industrie und Außenhandel wurden in den ersten neun Monaten des Jahres 2013 88,35 Mio. Paar Schuhe im Wert von 600 Mio. Euro exportiert – das bedeutet einen Anstieg um 9,4% im Volumen und 0,9% im Wert.
Sorgen bereiten der Schuhindustrie in Brasilien jedoch die steigenden Schuheinfuhren, die auf der Handelsbilanz lasten. Im Zeitraum Januar bis September wurden 32 Mio. Paar Schuhe im Wert von 335 Mio. Euro importiert – ein Antsieg um 12,8% im Wert und 19,1% im Volumen. Wichtigste Lieferländer sind Vietnam, Indonesien, China und Italien. Auffällig sind in der Handelsstatistik die extrem Steigerungen für Schuhimporte aus Kambodscha und Paraguay: Obwohl beide Länder kaum über eine nenneswerte Schuhindustrie verfügen, stiegen die Schuheinfuhren aus Kambodscha nach Brasilien nach Volumen um 536% auf 1,1 Mio. Paar. Die Importe aus Paraguay kletterten um 279% im Volumen. Laut dem Verband der brasilianischen Schuhindustrie liegt der Verdacht nahe, dass die importierten Schuhe aus China stammen, jedoch zur Umgehung der geltenden Zollregelungen mit gefälschten Herkunftsnachweisen versehen werden.