Preisbereinigt erhöhten sich die privaten Konsumausgaben im Vergleich zum Vorjahr um 0,9% und zu 2000 um 9,1%, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen anlässlich des Weltverbrauchertages am 15. März 2014 mitteilt.
Fast ein Viertel der Konsumausgaben der privaten Haushalte in Deutschland wurden im Jahr 2013 für Wohn- und Wohnnebenkosten verwendet (24,4%). Für Verkehr wurden 13,4% und für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke 12,0% aufgewendet.
EU-weit vergleichbare Angaben liegen für das Jahr 2012 vor. Danach binden auch bei den meisten EU-Bürgerinnen und EU-Bürgern die Ausgaben für Wohn- und Wohnnebenkosten einen großen Teil der privaten Konsumausgaben. In Dänemark (29,3%), Finnland (27,1%) und Schweden (27,0%) wurde anteilsmäßig am meisten für Wohn- und Wohnnebenkosten aufgewendet. Im europäischen Vergleich stiegen die privaten Konsumausgaben in Deutschland 2012 im Vorjahresvergleich überdurchschnittlich. Während der private Konsum in Deutschland preisbereinigt um 0,8% zulegte, sank er in der EU preisbereinigt um 0,7%. Am stärksten stiegen die preisbereinigten privaten Konsumausgaben in Lettland (+ 5,8%) und Estland (+ 4,9%). In Griechenland verringerten sie sich hingegen um 9,1%.
Gemessen am Bruttoinlandsprodukt wurden im Jahr 2012 in Deutschland 57,5% für private Konsumausgaben verwendet. Damit lag Deutschland leicht unterhalb des EU-Durchschnitts (58,4%). Den niedrigsten Anteil hatte Luxemburg mit 32,1%, den höchsten Griechenland mit 73,7 %.