Die Puma SE erlebt derzeit einen spürbaren Kursanstieg: Am 17. September lag sie bei über 20 Euro – deutlich mehr als noch in der Vorwoche. Auslöser dafür sind anhaltende Spekulationen über eine mögliche Übernahme durch den direkten Konkurrenten Adidas. Offizielle Stellungnahmen zu den Gerüchten bleiben bislang aus – dennoch sorgt die Diskussion für Bewegung.
Ins Rollen gebracht wurden die Spekulationen durch ein Interview mit Roy Adams, Mitbegründer der US-Investmentfirma Metronuclear, das am 12. September im Handelsblatt erschien. Darin sagte Adams: „Puma befindet sich in einer Notlage. Wenn es dem Management nicht gelingt, das Blatt zu wenden, ist eine Fusion mit Adidas die beste Option.“
Bereits im August hatte es ähnliche Gerüchte gegeben, als Bloomberg berichtete, dass die Familie Pinault über ihre Holdinggesellschaft Artémis einen Verkauf ihrer 29-prozentigen Beteiligung an Puma prüfe. Laut dem Bericht arbeite die Familie – die auch hinter der Kering-Gruppe steht – mit Beratern an einem möglichen Verkauf des Anteils, der derzeit einen Wert von rund 800 Mio. Euro hat.
Puma kämpft aktuell mit rückläufigen Geschäftszahlen. Im zweiten Quartal 2025 sank der Umsatz währungsbereinigt um 2 % auf 1,94 Mrd. Euro. Infolge der verfehlten Erwartungen hatte das Unternehmen seine Prognose für das Gesamtjahr deutlich nach unten korrigiert und eine Gewinnwarnung ausgesprochen. Statt eines positiven EBIT zwischen 445 und 525 Mio. Euro rechnet Puma nun mit einem Verlust.