„Retail Media revolutioniert den digitalen Werbemarkt“, heißt es in der Studie „Retail Media im deutschen Einzelhandel – Perspektive des Handels und der werbetreibenden Marken“. Retail Media beschreibt dabei die Werbung über neue, meist digitale Wege: Statt in den Suchmaschinen wird direkt auf der Plattform eine Anzeige geschaltet; schließlich findet heutzutage ein sehr großer Teil der Suchanfragen auf den Websiten der Marktplätze selbst statt. Aber auch offline wird diese Werbemethode viel genutzt, etwa mit bestimmten Aufklebern, Aufstellern oder vorteilhafter Platzierung auf der Ladenfläche.
„Retail Media erlebt aufgrund der Digitalisierung, First-Party-Daten und E-Commerce ein starkes Wachstum und gewinnt zunehmend an Bedeutung“, erklärt Claudia Denzel, Director Retail bei Google Deutschland. „Die Zukunft liegt in der intelligenten Nutzung von Daten, und obwohl sich Retail Media noch in der Entwicklung befindet, wird es sich als fester Bestandteil im Mediamix etablieren. Sowohl Händler als auch Marken profitieren davon: Händler erzielen zusätzliche Einnahmen, während Marken Konsument:innen gezielter ansprechen können.“
Händler nutzen deshalb verstärkt First-Party-Daten für Offsite-Platzierungen. Genutzt werden dabei von 91% der befragten Händler vor allem Google, Facebook und Youtube. Davon hat Suchmaschinenmarketing (SEA) mit rund 40% den größten Anteil. Soziale Medien, Newsletter und Apps machen jeweils etwa 20% aus. Eine geschickte Kombination von Onsite und Offsite sowie Offline- und Online-Kanälen steigere die Reichweite von Retail-Media-Kampagnen enorm, heißt es vom EHI. Dementsprechend zieht das Institut das Fazit: „Retail Media ist ein neuer Bestandteil im Marketingmix und eröffnet neue Wachstumsmöglichkeiten. Die intelligente Nutzung von Daten und Technologie ist der Schlüssel, um personalisierte Einkaufserlebnisse zu schaffen und die Kundenloyalität zu stärken.“