„Soziales Engagement ist ein wesentlicher Teil unser Unternehmensphilosophie“, sagte Ricosta-Geschäftsführer Ralph Rieker im Rahmen einer Pressekonferenz auf der GDS. „Mit der ETI-Zertifizierung sind wir nun den entscheidenden Schritt weitergekommen.“
Was bedeutet ETI?
ETI steht für Ethical Trade Initiative. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von Unternehmen, Gewerkschaften und NGOs, der sich für verbesserte Lebens- und Arbeitsbedingungen von Arbeitern und ihren Familien einsetzt.
Die Zertifizierung bezieht sich auf unternehmerisches, soziales Engagement im Sinne der Corporate Social Responsibility (CSR). CSR fordert von Unternehmen ein Handeln, bei dem über die bereits bestehenden gesetzlichen Vorgaben hinaus Verantwortung für ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit übernommen wird. Die CSR-Aktivitäten von Ricosta wurden 2016 in dessen Umweltmanagement-System integriert und auditiert.
Prüfung durch das PFI
Die Auditierung erfolgte durch das Prüf- und Forschungsinstitut Pirmasens (PFI). Überprüft wurden sowohl die Ricosta-Zentrale in Donaueschingen als auch sämtliche andere Standorte der Unternehmensgruppe (Ungarn, Rumänien, Polen) sowie die Hauptlieferanten für Schäfte in der Ukraine. Maßgeblich waren hier Aspekte wie Arbeitsschutz, pünktliche Lohnzahlungen, rechtsverbindliche Arbeitsverträge und Anti-Diskriminierungsmaßnahmen. „Wir haben zahlreiche Gespräche mit den Ricosta-Mitarbeitern an den verschiedenen Standorten geführt und alle Unterlagen überprüft“, erklärte Dr. Monika Richter, zuständig für den Bereich Schuhentwicklung und Forschung am PFI im Rahmen der GDS. „Dabei mussten auch die unterschiedlichen politischen Gegebenheiten in den verschiedenen Ländern in Rechnung gestellt werden, was beispielsweise in der Ukraine nicht unerheblich war.“
Das Ergebnis: Alle Standorte haben die Auditierung bestanden und entsprechen daher den strengen Vorgaben des ETI Base Codes. „Wir haben Firmenleitungen angetroffen, die sehr bemüht um ihre Mitarbeiter waren“, so Dr. Richter weiter. „Ricosta-Mitarbeiter werden über Mindestlohn bezahlt, auch Themen wie Arbeitssicherheit, der Verzicht auf Kinderarbeit oder Überstunden-Regelungen wurden vorbildlich umgesetzt.“ Teilweise seien von den Geschäftsführern der einzelnen Standorte sogar Sozialfonds für familiäre Härtefälle gegründet worden.
Die ETI-Zertifizierung wurde Rictoa auf der GDS verliehen. „Wir freuen uns sehr darüber“, so Ralph Rieker. „Ricosta beweist damit, dass wir unserer sozialen Verantwortung vollumfassend gerecht werden.“