„Das Virus gibt nicht einfach auf“, erklärte Gesundheitsminister Jens Spahn, auch mit Blick auf die in Großbritannien erstmals entdeckte Virus-Mutante B.1.1.7. Jeder 5. neu mit Corona Infizierte in Deutschland weise diese Mutation auf, die erheblich ansteckender sei als das ursprüngliche Corona-Virus. Bei den sinkenden Fallzahlen sei aktuell eine „Seitwärtsbewegung“ zu erkennen. Man müsse daher umsichtig vorgehen.
Bis Ende nächster Woche sollen in Deutschland 10 Mio. Impfdosen ausgeliefert worden sein – aktuell sind es 5 Mio. Dosen. Zurzeit würden 140.000 bis 150.000 Impfdosen pro Tag verabreicht. Diese Zahl werde angesichts der neuen Lieferungen von Impfstoff zeitnah zu verdoppeln sein, so Spahn.
RKI-Chef Lothar Wieler erklärte, die Fallzahlen schienen aktuell zu stagnieren. „Es sieht im Moment so aus, als steuerten wir auf ein Plateau zu, aber dieses Plateau ist immer noch zu hoch.“ Die Mutante B.1.1.7. breite sich weiter aus, ihr Anteil steige rasant und „wir müssen uns darauf einstellen, dass der Kampf schwieriger wird, weil sich in kurzer Zeit viele Menschen anstecken.“ Daher müssten die aktuell geltenden Maßnahmen weiter konsequent umgesetzt werden.