Vor Beginn der Veranstaltung in der Hafenstadt gedachten der Aufsichtsratvorsitzende Jochen Seibel und Sabu-Geschäftsführer Ralph Hanus den zahlreichen Anschlusshäusern, die auf Grund der Hochwassersituation im Süden und Osten Deutschlands nicht an der Generalversammlung teilnehmen konnten. Obwohl der Sabu gemessen am Durchschnittswert der letzten 10 Jahre 40% mehr Anmeldungen vermelden konnte, fanden schließlich nur 63 Genossen und 19 Bevollmächtigte den Weg nach Travemünde. Allen vom Hochwasser betroffenen Unternehmen sicherte Ralph Hanus finanzielle Hilfe von bis zu 5.000 Euro sowie eine Sondervaluta für das nächste halbe Jahr zu. „Wir können, wollen und müssen handeln“, so der Sabu-Geschäftsführer.
Vor dem Hintergrund der negativen Nachrichten, zu denen neben der steigenden Hochwasserpegeln auch die Wetterkapriolen des aktuellen Geschäftsjahres, die anhaltende Eurokrise sowie die Katastrophen in Produktionsstätten in Bangladesch gehören, konnte Vorstandssprecher Ulrich Rau positive Zahlen der Sabu Schuh-Verbund eG verkünden.
Die Gewinn- und Verlustrechnung bringt einen Jahresüberschuss von 2,45 Mio. Euro und einen Bilanzgewinn von 4,47 Mio. Euro zu Tage. Letzterer ist um 1,35 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Eigenkapitalquote hat sich leicht von 98,4% auf 98,8% zum 31. Dezember 2012 verbessert.
Die Umsatzentwicklung der Beteiligungsgesellschaft RSB Retail & Service Bank GmbH hat sich im Zentralregulierungsgeschäft von 548 Mio. Euro um rund 43 Mio. auf 591 Mio. Euro deutlich erhöht. Das entspricht einem Zuwachs von 8%. Der Gesamtumsatz der Sabu Schuh & Marketing GmbH, d.h. Warenvermittlung und Großhandel, hat sich nach dem Rekordjahr 2011 mit 354,5 Mio. Euro um 4,7% erwartungsgemäß auf 338 Mio. Euro reduziert. „Trotzdem lag das ZR-Volumen 2012 um über 35 Mio. Euro, bzw. 11% über dem des Jahres 2010“, ergänzte Ulrich Rau.
Ein ausführlicher Bericht über die Generalversammlung in Travemünde und die Geschäftszahlen der Sabu Schuh-Verbund eG folgt in schuhkurier Ausgabe 24.