Vorstandssprecher Ulrich Rau gab Zahlen zum Geschäftsjahr 2015 bekannt. Demnach erhöhte sich der Jahresüberschuss bedingt durch höhere Beteiligungserträge und geringere Aufwendungen um 255.000 auf 1,8 Mio. Euro.
Einen Zuwachs um insgesamt 217.000 Euro gibt es bei den Beteiligungserträgen zu vermelden. Hierbei handelt es sich um die Dividendenausschüttungen der Tochtergesellschaften im Jahr 2015, bezogen auf deren Ergebnisse im Geschäftsjahr 2014.
* RSB Retail+Service Bank GmbH: rund 0,7 Mio. Euro (+54.000 Euro)
* Sabu Schuh & Marketing GmbH: rund 0,5 Mio. Euro (+25.000 Euro)
* Unitex GmbH: rund 0,4 Mio. Euro (+138.000 Euro)
Das Eigenkapital erhöhte sich von 24 Mio. Euro um 1,4 Mio. Euro auf 25,4 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote veränderte sich mit 98,7% gegenüber 98,6% in 2014 kaum.
Die Zahl der Mitglieder sank um 19 Unternehmen. Dabei standen 43 Abgängen 24 Zugänge gegenüber. Per Ende 2015 gehörten 865 Handelsunternehmen mit 14.091 Mitglied des Sabu. Bei den Geschäftsanteilen konnte eine leichte Steigerung um 212 Anteile verzeichnet werden, so Rau. Der Anteil der Mitglieder aus dem Schuhbereich beträgt 92%, die restlichen 8% kommen laut Ulrich Rau „aus dem nahestehenden Geschäfts- und Privatbereich“.
Zur Dividendenpolitik bezog Ulrich Rau ebenfalls Stellung: Mitgliedsunternehmen erhalten seit inzwischen sieben Jahren eine Basisdividende in Höhe von 5%. Je nach Anzahl der Geschäftsanteile ist eine Gesamtdividende von 8% möglich. Trotz der inzwischen bei nahe Null angekommenen Zinspolitik „werden wir an unserer gewohnt hohen Dividendenausschüttung festhalten“, so der Vorstandssprecher.
Sabu GmbH: Mehr Leistung im Bereich Digitalisierung
Der Gesamtumsatz der Sabu GmbH reduzierte sich primär aufgrund der schwachen Auftragsvergabe in Herbst/Winter um rund 25,6 Mio. Euro auf 329,7 Mio. Euro. Dies entspricht eine Rückgang um 7,2%. Der Jahresüberschuss reduzierte sich dementsprechend um 440.000 Euro auf 610.000 Euro. Zugleich stiegen die Gesamtaufwendungen um rund 150.000 Euro. In Anbetracht der allgemein schwierigen Marktbedingungen konnte dennoch ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden, so Rau. Der Vorstandssprecher hob hervor: „Wir streben als Genossenschaft keine Gewinnmaximierung an, sondern das Wohl und die Leistungsfähigkeit unserer Mitglieder stehen für uns absolut im Vordergrund.“
Die Sabu Schuh & Marketing GmbH plant nach einigen bereits eingeleiteten Schritten in Richtung Digitalisierung nun auch ein Omni-Channel-Projekt, um den Sabu-Anschlussfirmen über eine gemeinsame Internetplattform zusätzliche Vermarktungsmöglichkeiten zu bieten. Außerdem ist ein Rechnungsportal in der Entwicklung.
Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in schuhkurier Ausgabe 23.