Er sei angetreten, den Händlern zu erklären, was in den nächsten zehn Jahren auf sie zukommt, erläuterte Haderlein zu Beginn. „Und die eine oder andere wird an Ihrem Selbstverständnis als stationäre Händler kratzen.“ Wie ernst die Händler die aufgestellten Thesen nahmen, zeigte sich in einer angeregten Diskussion zwischen Sabu-Mitgliedern und Geschäftsführung. Für Stephan Krug ein gutes Zeichen: „Es ist wunderbar, dass sich so viele Händler einbringen. Das zeigt, dass die anstehenden Veränderungen gemeistert werden können.“
1. Das Internet ist immer 1A-Bestlage. Aus diesem Grund empfehle es sich, die Vorteile des Netzes zum Beispiel über gemeinschaftliche Plattformen zu nutzen. Haderlein appellierte an die Werbegemeinschaften der Kommunen, in denen viel zu viel über traditionelle stationäre Belange wie die Weihnachtsbeleuchtung diskutiert werde – und zuwenig über die Anforderungen in einer zunehmend digitalisierten Welt. „Wir müssen die virtuelle Weihnachtsbeleuchtung bei Google aufhängen“, betonte der Experte. Konkret: Der stationäre Handel muss in Netz sichtbar sein.
2. Der Einkauf wird immer stärker online vorbereitet, aber stationär mit höchstem Anspruch abgeschlossen. Jeder Händler müsse daher alles daran setzen, in seinen Geschäften neue Erlebnisse zu schaffen. Es reiche nicht, stationär am Bewährten festzuhalten. Kunden wollen nach Überzeugung Haderleins heute mehr geboten bekommen, wenn sie ein Geschäft betreten. Stephan Krug unterstrich, dass ein jeder Händler über einen „Werkzeugkasten an Möglichkeiten" verfüge. Es komme darauf an, hier schnell zu guten Umsetzungen zu finden.
Die weiteren Thesen sowie die Statements von Stephan Krug dazu lesen Sie in schuhkurier Ausgabe 23.