An mehreren Locations, aber mit Schwerpunkt auf der Modemeile Kaiserswerther Straße, läuteten am vergangenen Wochenende die Fashion- und Schuhbrands die neue Orderrunde ein.
27.07.2026
Petra Steinke
1 Minute
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Ein wenig durchwachsen war das Wetter in Düsseldorf, als die Showrooms und Messeveranstalter ihre Tore für die Saison F/S 2027 öffneten. Während der Samstag mit hochsommerlichen Temperaturen aufwartete, wehte am Sonntag ein frischer Wind – und gegen Abend gab es kräftige Schauer. Die Mode-Community ließ sich davon wenig beeindrucken: Zwischen den Messen Supreme und Twodays herrschte reger Betrieb, und auch in den Straßenbahnen war erkennbar viel modisches Publikum unterwegs. Allerdings hätten sich viele Aussteller des Schuhsegments noch etwas mehr Frequenz an den Ständen gewünscht. Laut mehreren Vertretern, die ihre Kollektionen im Rahmen der beiden Messen zeigten, ließen die ersten beiden Tage, Freitag und Samstag, im Hinblick auf das Besucheraufkommen zu wünschen übrig. Der Sonntag wurde insgesamt gut besprochen.
Paco Pfyffer (Vic Matié, Mara Bini) sieht die Messen eher als Auftakt- und Informationsveranstaltung für den modisch orientierten Handel. Und er schiebt einen Wermutstropfen nach: „Leider nutzen viele Händler diese Gelegenheit nicht mehr so stark wie früher.“ Viele Kunden seien inzwischen sehr vorsichtig. „Dabei muss man manchmal etwas riskieren“, ist Pfyffer überzeugt. Elvedin Badnjevic, der während der Twodays im KAP One mehrere Kollektionen präsentierte, stellt fest, dass der Handel deutlich preissensibler geworden sei. „Es wird zu viel über die Preise diskutiert und zu wenig über das Produkt“, so sein Fazit. Und: „Der Schuh war früher mal ein wesentliches Element des Outfits. Heute ist er vielfach nicht mehr als ein Accessoire.“ Auch andere Aussteller erklärten, dass die Frequenz hinter den Erwartungen und Hoffnungen zurückgeblieben sei. „Das liegt sicher auch daran, dass es viel zu viele Ordertermine pro Runde gibt“, so ein Vertreter. „Und auf jeder Messe heißt es dann: Wir schauen nur und ordern auf der nächsten Messe. Manchmal bleibt es dann auch bei dieser Ankündigung.“
Modisch zeigen die Schuhkollektionen erfreulich viel Farbe. Das Spektrum reicht von Pastellen – allen voran Himmelblau – über Naturtöne bis hin zu kräftigen Colorits wie Kobaltblau, Gelb und leuchtendem Rot. Auch Weiß kommt auf die Modebühne zurück, allerdings weniger auf dem unifarbenen Sneaker, als vielmehr auf elegant gestylten Pumps, Slings und Ballerinas. Apropos gestylt: Flechtungen stehen hoch im Kurs. Auch hier reicht das Spektrum von filigranen Raffia-Arbeiten bis hin zu weich gepolsterten Bändern, die kunstvoll geknotet werden.