Käufer der Kryptowährungen und NFTs klagten vergangenen Freitag gegen Nike: Sie hätten erhebliche Verluste erlitten, nachdem Nike das Unternehmen, das diese Assets geschaffen hat, abrupt schloss. Laut einer Sammelklage, die beim Bundesgericht in Brooklyn, New York, eingereicht wurde, habe die Schließung der „RTFKT-Einheit“ im Dezember die Nachfrage nach ihren NFTs zum Versiegen gebracht. Unter der Leitung des Australiers Jagdeep Cheema gaben die Klagenden an, die NFTs „niemals zu den Preisen gekauft zu haben, hätten sie gewusst, dass es sich bei dem Token um nicht registrierte Wertpapiere handelte“, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters. Aktuell gelte der rechtliche Status von NFTs als ungeklärt. Nach vielen Rechtsstreitigkeiten darüber, ob sie nach Bundesrecht Wertpapiere sind oder nicht, sei man heute noch zu keinem Ergebnis gekommen.
Die Klage fordere nun einen nicht näher bezifferten Schadensersatz von über 5 Mio. Dollar wegen angeblicher Verstöße gegen die Verbraucherschutzgesetze in den Staaten New York, Kalifornien, Florida und Oregon. 2021 kaufte Nike RTFKT (gesprochen „Artefakt“) mit der Begründung, die „bahnbrechenden Innovationen, um Sammlerstücke der nächsten Generation zu liefern, die Kultur und Spiele miteinander verbinden“ zu nutzen. Im Dezember 2024 kündigte Nike schließlich an, RTFKT aufzulösen. Die Innovationen, die das Unternehmen zu dem Zeitpunkt repräsentierten, würden durch „die zahllosen Schöpfer und Projekte“, die es inspiriert hat, weiterleben, so Nike.