Auf der GDS stellte Brigitte Wischnewski, Präsidentin des BDSE, die Umsatzentwicklung des deutschen Schuheinzelhandels vor. Eine aktuelle Befragung im inhabergeführten Schuhfachhandel habe ergeben, dass 75% der Schuhhäuser ihre Vorjahreszahlen nicht erreicht haben. Nur etwa 10% der Handelsunternehmen vermochten ihre Umsätze zu steigern.
Nach Angaben des BDSE leidet der stationäre Schuhhandel unter rückläufigen Besucherfrequenzen in den Innenstädten. Über 80% der Schuhgeschäfte berichten über sinkende Frequenzen an ihren Standorten. So zählen die schwächelnden Kundenbesuche der Einkaufsstraßen zu den größten Problemen, die der Schuhhandel derzeit zu bewältigen hat. Etwa ebenso große Sorgen macht ihm der zunehmende Wettbewerb durch den Onlinehandel. Noch problematischer sieht der BDSE die zu frühen und umfangreichen Preisreduzierungen der Branche, die vom Onlinehandel getrieben werden.
Vor diesem Hintergrund hat der stationäre Handel laut Brigitte Wischnewski erkannt, dass er sich der wachsenden Digitalisierung des Informations- und Kaufverhaltens der Verbraucher stellen muss. Die Veränderungsgeschwindigkeit sei allerdings hoch und verlange gerade vom mittelständischen Fachhandel erhebliche Anstrengungen, damit er noch schneller auf Wettbewerb und Kundenverhalten reagieren kann.