Messen
In einer der Arbeitsgruppen nach Gründung der Initiative war auch die Idee einer neuen Auftaktmesse für die Schuh und Modebranche Thema. Der Wunsch von Handel und Industrie, eine solche Messe im kommenden Jahr zu initiieren, ist nach Angaben von Ulrich Volk, Roman Degenhardt und Ingo Hänel sehr ausgeprägt. Daher wurden drei Messeveranstalter angesprochen, um die Möglichkeit, eine neue Messe zu veranstalten, zu eruieren. Die Leitmesse ergibt aus Sicht des Handels auch deshalb Sinn, weil sich der Orderzeitraum aktuell über zu viele Wochen hinzieht. „Wir brauchen wieder einen Fixtermin, an dem die Kollektionen fertig sein müssen, als Aufschlag für die Saison“, fasst Ulrich Volk die Position der Branche zusammen. Aktuell sei man in Gesprächen, um verschiedene Varianten auszuloten. „Unser Grundgedanke ist eine Messe gemeinsam mit dem Textilsektor“, ergänzt der Händler. „Das Thema Messe in Deutschland ist für die Händler eine Herzensangelegenheit“, erläutert Roman Degenhardt. „Wir brauchen eine Plattform für beide Branchen.“
Standing in der Branche
Den Stellenwert des Schuhs und auch des Schuhhandels zu steigern, ist das Ziel einer weiteren Arbeitsgruppe. Vor allem Roman Degenhardt betrachtet es als „Herzensthema“, den Schuh stärker in das Blickfeld der Verbraucher zu rücken. Aktuell bestehe die Möglichkeit, einen Pitch durchzuführen, um gegebenenfalls eine Kampagne zu entwickeln. Wie diese finanziert werden soll, bedarf der weiteren Klärung. „Es ist wichtig, den Menschen zu erklären, dass die Fertigung eines Schuhs aus bis zu 200 Arbeitsschritten besteht“, so der Händler aus Bebra. „Viele Menschen wissen nicht, wie aufwändig es ist, dieses Produkt herzustellen. Unter anderem daran müssen wir arbeiten.“ Idealerweise gebe es eine Person, die diese Aufgabe im Sinne der Branche übernehmen könnte. „Den größten Dienst würde in Zusammenhang mit diesem Thema die neue Messe erweisen“, ergänzt Ingo Hänel. Wenn Hersteller, die mit Testimonials arbeiten, diese zur Messe einladen würden, könnte allein das schon für viel Aufmerksamkeit sorgen. Wichtig sei, dass es nicht immer teure Kampagnen benötige. „Es kann genauso gut funktionieren, dass im Frühstücksfernsehen eine Person schildert, welche Schuhe man im Sommer trägt“, ist Degenhardt überzeugt.