schuhkurier: Herr Hanus, wann genau ist die Entscheidung gefallen, die Verbundgruppe Sabu nach fast 15 Jahren zu verlassen?
Ralph Hanus: Sie ist im Frühjahr vergangenen Jahres gefallen, als mir seitens der Gesellschafter des Sabu mitgeteilt wurde, dass mein Vertrag, der in diesem Jahr ausläuft, nicht verlängert wird. Es ist bei der Intersport üblich, dass Manager mit 60 Jahren ausscheiden. Und das trifft jetzt auch auf mich zu. Diese Entscheidung ist im übrigen deutlich vor dem Ausscheiden von Herrn Jost aus dem Vorstand der Intersport getroffen worden. Hier mag man einen Zusammenhang vermutet haben; diesen gab es aber nicht.
schuhkurier: In der Wahrnehmung von außen schien es so, dass Sabu und Ralph Hanus eine sehr gut funktionierende Einheit bilden. Man hätte sich diese Konstellation durchaus auch für weitere fünf Jahre vorstellen können…
Ralph Hanus: Ja, sicher. Es war und ist auch eine starke Einheit. Ich hätte mir eine Fortführung auch gut vorstellen können. Aber es wurde anders entschieden und ich habe mich daraufhin im Frühjahr 2014 nach neuen Perspektiven in der Branche umgeschaut. So hat sich die inzwischen kommunizierte neue Aufgabe ergeben. Ich bin also nicht, wie es hier und da in der Branche anklang, abgeworben worden! Tatsächlich wäre mein Vertrag bei der Sabu Schuh & Marketing GmbH allerdings erst zum Ende des Jahres 2015 ausgelaufen. Auf meinen Wunsch hin endet er nun schon zum 31. August 2015 und ich werde mich dann ab September meiner neuen, spannenden Tätigkeit widmen.
schuhkurier: Bei der Gabor Footwear GmbH werden Sie als Nachfolger von Heiner Terbuyken gemeinsam mit Michael Kleine und Michael Weyergans die Marke Camel Active vorantreiben.
Ralph Hanus: Ja, und darauf freue ich mich sehr. Wir werden in den kommenden drei Jahren für Camel Active viel bewegen, das wird gut. Danach werden die beiden Kollegen dann ’übernehmen‘; so ist es ja schon seit längerem in Vorbereitung.