Von der Kundin zur Inhaberin: Lisa Linder war als Mutter von drei Söhnen im Second-Hand-Kindermodegeschäft Glückspilz in Tettnang zufriedene Kundin. Sie weiß, wie teuer es sein kann, Kinder mit jedem Wachstumsschub neu auszustatten. Seit Anfang 2026 steht sie selbst hinter dem Tresen, wo sie sich um die Annahme und den Verkauf der eingehenden Second-Hand-Produkte kümmert. Im 40 qm großen Laden gibt es Kinderbekleidung, Spielzeug, Umstandsmode und auch Schuhe. Babymöbel wie Bettchen und Wiegen werden zur Miete angeboten. Verkauft werden die Produkte auf Kommissionsbasis: Die Verkäufer bekommen einen Anteil, sobald etwas verkauft wurde.
Als die vorherige Inhaberin den Laden nach zehn Jahren abgeben wollte, war Linder gerade in Elternzeit. Die Gelegenheit, Glückspilz zu übernehmen und einen Neustart in die Selbstständigkeit zu wagen, musste sie trotzdem nutzen. Als ehemalige Teamleiterin bei C&A hat sie Erfahrung damit, Verantwortung im Modehandel zu übernehmen. In der Selbstständigkeit kann sie Familie und Job jedoch besser managen, sagt sie: „In meinen alten Job zurückzukehren, hätte nicht funktioniert. Hier kann ich mir die Zeit einteilen und mich zur Not auch im Geschäft um die Kinder kümmern.“ Gleichzeitig ist der Laden im Herzen Tettnangs von der Kirchstraße in die zentraler gelegene Montfortstraße umgezogen.