International mehrt sich die Kritik gegenüber dem chinesischen Fast-Fashion-Verkäufer. Nicht wurden bereits Produkte und Produktionswege als Umwelt- und Gesundheitsgefährdend deklariert, auch die Preispraktiken an den internationalen Zöllen sorgten im Westen für Unmut. So plant bereits die USA unter der Regierung Joe Bidens, gegen die vom Händler stark ausgenutzt Zollfreigrenze vorzugehen.
Dieser Vorwürfe zum Trotz kündigt Shein nun an, europäische Kreativtalente fördern zu wollen. Mit einer Summe von 10 Mio. Euro möchte das Unternehmen aufstrebende Designerinnen und Designer entdecken und auf ihrem beruflichen Werdegang unterstützen. Dabei sollen sich die Kreative auf das Entwerfen der Designs konzentrieren sollen, während Shein die Fertigung, Vermarktung und den Vertrieb übernimmt. Dadurch soll ein Zugang zur internationalen Kundschaft von Shein entstehen, während gleichzeitig die Gewinne geteilt werden. Die Designerinnen und Designer behalten laut dem Unternehmen jedoch die Urheberrechte an ihren Kreationen.
„Europa ist die Heimat vieler talentierter junger Designerinnen und Designer, wir sind stolz darauf, diese neue Generation kreativer Köpfe nicht nur zu unterstützen, sondern auch unsere Ziele in den Bereichen Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft zu verwirklichen und voranzutreiben“, sagt Leonard Lin, Präsident von Shein EMEA. „So wie die Designerinnen und Designer das Thema Kreislaufwirtschaft in ihre Kollektionen integriert haben, wollen auch wir die Nutzung von nachhaltigeren Materialien und kreislauforientierten Designideen fördern. Unser Ziel ist es, mit Kooperationen wie dieser und unserem Engagement, mehr Designer für SHEIN X zu gewinnen. Wir hoffen, dass SHEIN ein Katalysator für neue Modeschöpfende und die Förderung von mehr Zirkularität in der Mode sein kann.“