Nach einem Verlagerungsprozess der Produktion, der mehrere Jahre in Anspruch nahm, entstehen die Schuhe von Heinrich Dinkelacker seit Anfang 2021 ausnahmslos im spanischen Almansa. „Wir sind sehr glücklich mit der Entwicklung von Heinrich Dinkelacker was die hohe Qualität und die Verkaufszahlen betrifft“, sagt Björn Henning, CEO des Schuhhandelsunternehmens Shoepassion, das 2016 mit der Marke Dinkelacker fusioniert war. „Zu unserem und dem Glück der Dinkelacker-Schuhliebhaber fehlte bislang aber noch der Buda. Der typische Budapester mit dem charakteristischen Zopfrahmen – dessen Fertigung war zu speziell und vor Ort leider nicht realisierbar“, erklärt Henning.
Markenzeichen des Buda ist der markante Zopfrahmen, der die Silhouette des Schuhs umfasst. Neben der klassischen Methode der Zwienähung kommen hier zwei zusätzlich eingeflochtene Lederbänder zum Einsatz. „Jemanden zu finden, der den Schuh nach unseren Ansprüchen bauen kann und wo dem Zopfrahmen noch eine tragende Funktion zuteil wird, hat vier Jahre und viele Sample-Runden über den europäischen Kontinent hinweg gedauert“, fasst Henning die Herausforderung des Projektes zusammen. Fündig wurden die Berliner in der Toskana.
In einer kleinen Fertigungsstätte in der Nähe von Florenz entstehen nun in über 300 Arbeitsschritten die Buda-Modelle der nächsten Generation. Sie sind online und in den Shoepassion-Shops in Bietigheim-Bissingen, Frankfurt am Main und Berlin erhältlich.
2016 waren der Traditionsschuhhersteller und der als Onlinehändler gestartete Anbieter Shoepassion fusioniert. Shoepassion war in Folge der Corona-Pandemie in eine finanzielle Schieflage geraten. Das Unternehmen, als Onlinehändler gestartet, hatte später Stores eröffnet, die aufgrund der Lockdowns und einer danach deutlich geringeren Frequenz die Finanzprobleme des Unternehmens verstärkten. Im März 2023 hatte Shoepassion beim Amtsgericht Charlottenburg einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Am 1. Juli 2023 wurde das Verfahren eröffnet. Anfang März 2024 stimmten die Gläubiger dem vorgelegten Insolvenzplan zu.